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    "dokument": "Active-A_Leichte-und-mittelschwere-Haemophilie-A_GAIO-optimiert",
    "seitentitel_alt": "Leichte und mittelschwere Hämophilie A",
    "url_alt": "https://www.active-a.de/leichte-und-mittelschwere-haemophilie-a/",
    "textlaenge_original": 2654,
    "textlaenge_optimiert": 2890,
    "meta_title": "Leichte und mittelschwere Hämophilie A: Symptome & Therapie",
    "meta_description": "Leichte und mittelschwere Hämophilie A: Was unterscheidet die Schweregrade? Welche Symptome, Blutungsrisiken und Therapien gibt es? Jetzt informieren.",
    "url_empfehlung": "/leichte-und-mittelschwere-haemophilie-a/",
    "redirect_von": "/leichte-und-mittelschwere-haemophilie-a/"
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  "breadcrumb": [
    "Home",
    "Über Hämophilie",
    "Hämophilie verstehen",
    "Leichte und mittelschwere Hämophilie A"
  ],
  "hero_bild": {
    "dateiname": "/migrated/leichte-u-moderate-haemophilie.png",
    "alt_text": "Junger Mann mit leichter oder mittelschwerer Hämophilie A im Alltag"
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  "autor_meta": {
    "kategorie": "Hämophilie verstehen",
    "autor": "Redaktion",
    "erstellt": "2023",
    "zuletzt_aktualisiert": "2025",
    "medical_reviewed": "Platzhalter"
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  "h1": "Leichte und mittelschwere Hämophilie A: Was bedeuten die milderen Schweregrade der Bluterkrankheit?",
  "kernsatz": "<strong>Die Hämophilie A (Bluterkrankheit) ist eine angeborene Blutgerinnungsstörung, bei der der Blutgerinnungsfaktor VIII (ein Eiweiß, das für die Blutgerinnung nötig ist) fehlt oder nicht richtig funktioniert. Sie wird in drei Schweregrade eingeteilt: leicht, mittelschwer und schwer. Bei leichter und mittelschwerer Hämophilie A ist noch eine Restaktivität des Faktor VIII vorhanden, weshalb Blutungen seltener und oft erst bei Verletzungen oder Operationen auffallen.</strong>",
  "ankernavi": [
    "Was ist Hämophilie A und wie entsteht sie?",
    "Wie wird Hämophilie A vererbt?",
    "Welche Schweregrade der Hämophilie A gibt es?",
    "Welche Symptome treten bei leichter und mittelschwerer Hämophilie A auf?",
    "Warum sind Gelenkblutungen bei Hämophilie A so problematisch?",
    "Wie wird leichte und mittelschwere Hämophilie A behandelt?",
    "Welche Vorteile hat eine Prophylaxe?",
    "Welche Herausforderungen gibt es bei der Therapie?",
    "Wie beeinflusst Hämophilie A die Lebensqualität?",
    "Häufige Fragen zu leichter und mittelschwerer Hämophilie A",
    "Das solltest Du wissen"
  ],
  "wichtigstes": {
    "intro": "Hier findest Du die wichtigsten Fakten zu leichter und mittelschwerer Hämophilie A auf einen Blick.",
    "bullets": [
      "Hämophilie A wird nach der Restaktivität des Faktor VIII eingeteilt: leicht (>5 bis <40 %), mittelschwer (1–5 %) und schwer (<1 %).",
      "Rund 40 % der Betroffenen haben eine leichte, 10 % eine mittelschwere Form; die Diagnose wird oft erst im Erwachsenenalter gestellt.",
      "Bei leichter Hämophilie A fallen Blutungen meist erst bei Operationen, Zahnbehandlungen oder schweren Verletzungen auf; bei mittelschwerer Form können auch Spontanblutungen auftreten.",
      "Auch bei milderen Schweregraden können Gelenkblutungen langfristig zu Gelenkschäden und Einschränkungen der Beweglichkeit führen.",
      "Therapie: Zur Behandlung stehen die Bedarfsbehandlung (Medikament bei Bedarf) und die Prophylaxe (vorbeugende Dauertherapie) zur Verfügung – beide können auch bei leichter und mittelschwerer Hämophilie A sinnvoll sein.",
      "Jeder Mensch mit Hämophilie A sollte – unabhängig vom Schweregrad – in einem Hämophilie-Zentrum betreut werden."
    ]
  },
  "sections": [
    {
      "h2": "Was ist Hämophilie A und wie entsteht sie?",
      "h3_blocks": [
        {
          "h3": "Wie läuft die Blutgerinnung normalerweise ab?",
          "paragraphs": [
            {
              "html": "<p>Bei der Hämophilie A ist die Blutgerinnung gestört. Die Gerinnungskaskade (die Kettenreaktion der Blutgerinnung) besteht aus vielen verschiedenen Faktoren, die in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen und sich gegenseitig aktivieren. Ist diese Kaskade intakt, wird sie bei einer Gefäßverletzung in Gang gesetzt und läuft von Anfang bis Ende reibungslos ab. Das Blut gerinnt, und ein Netzwerk aus <strong>Fibrinfäden (feine Eiweißfäden) und Blutplättchen</strong> bildet einen stabilen <strong>Wundverschluss</strong> (Fachbegriff: Thrombus).</p>",
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                "vorher": "Die Gerinnungskaskade besteht aus vielen verschiedenen Faktoren ...",
                "nachher": "Gerinnungskaskade und Fibrinfäden mit Erklärung ergänzt",
                "kap_ref": "Pflicht-Regel 2",
                "begruendung": "Fachbegriffe bei Erstnennung patientengerecht erklärt"
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        {
          "h3": "Warum ist die Blutgerinnung bei Hämophilie A gestört?",
          "paragraphs": [
            {
              "html": "<p>Bei Menschen mit Hämophilie A ist die Aktivität eines dieser Gerinnungsfaktoren gänzlich fehlend oder stark verringert: der Faktor VIII. Der Grund dafür ist ein Defekt in dem Gen (Erbanlage), das die Information für den Blutgerinnungsfaktor VIII trägt. Die fehlende Aktivität des Faktor VIII sorgt dafür, dass die <strong>Gerinnungskaskade nicht vollständig ablaufen</strong> kann. Das Blut gerinnt nicht oder braucht wesentlich länger.</p>",
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                "vorher": "ein Defekt in dem Gen, das die Information ...",
                "nachher": "Gen mit Erklärung (Erbanlage) ergänzt",
                "kap_ref": "Pflicht-Regel 2",
                "begruendung": "Erstnennung Fachbegriff erklärt"
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            {
              "html": "<p>Zur Verdeutlichung kannst Du Dir hier eine Reihe aus Dominosteinen vorstellen. Stößt man den ersten an, fallen alle nacheinander um. Nimmt man einen Stein weg – bei Hämophilie A wäre es der Dominostein Faktor VIII – bleibt der nachfolgende Stein stehen, und die Kettenreaktion wird an dieser Stelle unterbrochen. Es dauert länger, bis die Blutung stoppt.</p>",
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                "vorher": "Zur Verdeutlichung kannst Du Dir hier eine Reihe aus Dominosteinen vorstellen ...",
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                "begruendung": "Anschauliche Metapher aus Original beibehalten"
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            {
              "html": "<p>Mehr Informationen über die <a href=\"/ablauf-der-blutgerinnung/\">Blutgerinnung</a> und <a href=\"/blutgerinnungsstoerung-haemophilie-a/\">Blutgerinnungsstörungen</a> erfährst Du auf unseren Unterseiten.</p>",
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                "vorher": "Mehr Informationen über die Blutgerinnung und Blutgerinnungsstörungen ...",
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                "begruendung": "Interne Verlinkungen beibehalten"
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              "alt_text": "Dominoeffekt der Blutgerinnungsfaktoren XII bis I, die zur Bildung von Fibrinfäden an einer Wunde führen.",
              "bildunterschrift": "Am Ende der Gerinnungskaskade entsteht normalerweise ein Netzwerk aus Fibrinfäden für einen stabilen Wundverschluss."
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              "alt_text": "Dominosteine als Gerinnungskaskade mit fehlendem Faktor VIII – kein stabiler Wundverschluss bei Hämophilie A.",
              "bildunterschrift": "Bei Hämophilie A fehlt der Blutgerinnungsfaktor VIII. Die Kaskade läuft nicht bis zum Ende ab, es werden keine Fibrinfäden gebildet und es entsteht kein stabiler Wundverschluss."
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      "h2": "Wie wird Hämophilie A vererbt?",
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          "h3": "Warum sind hauptsächlich Männer betroffen?",
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            {
              "html": "<p>In der Regel sind Männer von Hämophilie A betroffen. Der Grund dafür ist, dass das Gen für den Faktor VIII auf dem X-Chromosom liegt. Das X-Chromosom gehört zusammen mit dem Y-Chromosom zu den Geschlechtschromosomen (den Trägern der Erbinformation, die das Geschlecht festlegen) – sie bestimmen, ob ein Mensch weiblich oder männlich ist. Frauen haben zwei X-Chromosomen, Männer ein X- und ein Y-Chromosom.</p>",
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                "vorher": "X- und Y-Chromosom ...",
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                "kap_ref": "Pflicht-Regel 2",
                "begruendung": "Fachbegriff bei Erstnennung erklärt"
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            {
              "html": "<p>Liegt bei einer Frau ein defektes Gen für den Faktor VIII auf einem der beiden X-Chromosomen vor, kann das andere den Fehler ausgleichen und für eine normale Blutgerinnung sorgen. In so einem Fall ist die Frau jedoch eine Trägerin (Fachbegriff: <a href=\"/vererbung-der-haemophilie-a/\">Konduktorin</a>) für den Gendefekt und kann ihn an ihre Kinder weitervererben. Theoretisch können auch Frauen an Hämophilie A erkranken, wenn sie zwei X-Chromosomen mit dem defekten Gen für den Faktor VIII haben. Dies kommt jedoch sehr selten vor.</p>",
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            {
              "html": "<p>Liegt hingegen bei einem Mann dieser Defekt vor, hat er kein zweites X-Chromosom, um dies auszugleichen. Er hat dann die Erkrankung <a href=\"/was-ist-haemophilie/\"><strong>„Hämophilie A\"</strong></a>.</p>",
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                "vorher": "Liegt hingegen bei einem Mann dieser Defekt vor ...",
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                "begruendung": "Original beibehalten"
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            {
              "html": "<p>Detaillierte Informationen zu dem Thema findest Du auf der Unterseite <a href=\"/vererbung-der-haemophilie-a/\"><strong>„Vererbung\"</strong></a>.</p>",
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                "vorher": "Detaillierte Informationen ...",
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      "h2": "Welche Schweregrade der Hämophilie A gibt es?",
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            {
              "html": "<p>Die Hämophilie lässt sich in verschiedene Schweregrade einteilen:<sup>1</sup></p>",
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                "nachher": "Grammatik korrigiert (verschiedene statt verschiedenen)",
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            {
              "html": "<p>Abhängig von der Restaktivität des Faktor VIII – also wie viel Faktor VIII vorhanden und wie funktionsfähig dieser ist – treten bei den verschiedenen Schweregraden verschiedene Symptome auf, die unterschiedlich behandelt werden müssen. Wichtig ist jedoch, dass alle Menschen mit Hämophilie A – unabhängig von ihrem Schweregrad – in einem <a href=\"/versorgung-von-haemophilie-patienten-durch-haemophilie-zentren/\"><strong>Hämophilie-Zentrum</strong></a> behandelt werden sollten. So kann Blutungen, Schmerzen und Langzeitfolgen wie Gelenkproblemen am besten vorgebeugt werden.</p>",
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              "caption": "Einteilung der Hämophilie A nach Schweregrad",
              "html": "<table><thead><tr><th scope=\"col\">Schweregrad</th><th scope=\"col\">Faktor-VIII-Aktivität</th><th scope=\"col\">Häufigkeit</th></tr></thead><tbody><tr><td>Leichte Hämophilie</td><td>&gt; 5 bis &lt; 40 %</td><td>40 %</td></tr><tr><td>Mittelschwere Hämophilie</td><td>≥ 1 bis ≤ 5 %</td><td>10 %</td></tr><tr><td>Schwere Hämophilie</td><td>&lt; 1 %</td><td>50 %</td></tr></tbody></table>"
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      "h2": "Welche Symptome treten bei leichter und mittelschwerer Hämophilie A auf?",
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          "h3": "Wann wird die Diagnose gestellt?",
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            {
              "html": "<p>Bei Betroffenen mit schwerer Hämophilie A wird die Diagnose normalerweise aufgrund von <strong>eindeutigen Symptomen</strong>, zu denen auch <strong>Spontanblutungen</strong> (Blutungen ohne erkennbare Ursache) gehören, und einer folgenden genetischen Analyse bereits im Kindesalter gestellt. Im Gegensatz dazu dauert es bei Personen mit <strong>leichter oder mittelschwerer Hämophilie</strong> oft bis ins Erwachsenenalter, bis eine Diagnose feststeht. Grund dafür ist die zumeist <strong>geringere Blutungsneigung</strong> bei Patienten mit einem der beiden milderen Schweregraden.</p>",
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          "h3": "Welche Symptome sind typisch für die leichte Form?",
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              "html": "<p>Menschen mit leichter Hämophilie A haben im Alltag in der Regel so gut wie keine Probleme. Meist wird erst bei einer Operation, Zahnbehandlung oder schweren Verletzung bemerkt, dass die Blutgerinnung nicht vollkommen intakt ist, da die Blutung länger anhält als gewöhnlich.</p>",
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          "h3": "Welche Symptome sind typisch für die mittelschwere Form?",
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            {
              "html": "<p>Bei einer <strong>mittelschweren Hämophilie</strong> können Blutungen auftreten, die lange andauern, vor allem als Folge einer Verletzung oder Operation. Seltener als bei der schweren Form der Hämophilie kommt es ohne ersichtlichen Anlass zu Blutungen, den sogenannten <strong>Spontanblutungen</strong>. Trotzdem ist nicht zu vernachlässigen, dass auch bei der mittelschweren Variante durch Gelenkblutungen Folgeschäden und dauerhafte Beeinträchtigungen entstehen können.</p>",
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            {
              "html": "<p>Die Blutungslokalisationen (die Stellen im Körper, an denen Blutungen auftreten) sind aber bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Hämophilie dieselben wie bei der schweren Form der Hämophilie.</p>",
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                "begruendung": "Fachbegriff erklärt"
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            {
              "html": "<p>Aber Achtung: Bei beiden Schweregraden können schwere Blutungen nach Verletzungen oder Operationen ohne die entsprechende Therapie lebensbedrohlich sein.</p>",
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                "begruendung": "Wichtiger Warnhinweis beibehalten"
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          "h3": "Wann sind Blutungen besonders gefährlich?",
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            {
              "html": "<p>Ebenfalls potenziell lebensbedrohlich sind Gehirnblutungen. Risikofaktoren für eine Gehirnblutung sind der Schweregrad der Hämophilie sowie virale Infektionen wie HIV oder Hepatitis C bei Erwachsenen mit leichter oder mittelschwerer Hämophilie. Bei ihnen treten Gehirnblutungen eher im höheren Alter (im Schnitt 62,5 Jahre) auf als bei Menschen mit schwerer Hämophilie (im Schnitt 45 Jahre).<sup>2</sup> Kinder mit schwerer Hämophilie haben bereits bei einer komplizierten Geburt ein erhöhtes Risiko für eine Gehirnblutung.</p>",
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                "begruendung": "Medizinische Inhalte unverändert"
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            {
              "html": "<p>Auch bei einer späten Diagnosestellung der Hämophilie ist es möglich, dass bereits frühzeitig Hämophilie-bedingte Symptome vorhanden sind, diese jedoch nicht als solche erkannt und nicht mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden. So können über Jahre hinweg kleinere Blutungen, z. B. in Gelenken, Schäden verursachen, die dann schlussendlich zu einer Beeinträchtigung in der Beweglichkeit des Gelenks und der Mobilität führen können.</p>",
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                "vorher": "Auch bei einer späten Diagnosestellung ...",
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                "begruendung": "Original beibehalten"
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            {
              "html": "<p>Eine ausführliche Auflistung Hämophilie-bedingter Symptome haben wir Dir auf der Unterseite <a href=\"/haemophilie-symptome/\"><strong>„Symptome\"</strong></a> zusammengestellt.</p>",
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                "vorher": "Eine ausführliche Auflistung ...",
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                "begruendung": "Interne Verlinkung"
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            {
              "html": "<p>Unser Blogger <a href=\"/author/jonah/\">Jonah</a> berichtet auf unserem YouTube-Kanal über seine Erfahrungen mit <strong>mittelschwerer Hämophilie A</strong>:</p>",
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                "vorher": "Unser Blogger Jonah ...",
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                "begruendung": "Video-Einleitung beibehalten"
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              "platzhalter": "YouTube-Video: 'Active A – Jonah erzählt von seiner mittelschweren Hämophilie'",
              "untertitel_hinweis": "Untertitel (.vtt) bereitstellen",
              "transkript_details": "Transkript als aufklappbares <details>-Element einfügen"
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      "h2": "Warum sind Gelenkblutungen bei Hämophilie A so problematisch?",
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          "h3": "Wie häufig treten Gelenkblutungen auf?",
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            {
              "html": "<p><strong>Gelenkblutungen</strong> und die daraus folgenden <strong>Gelenkschäden</strong> sind die häufigsten Probleme, mit denen Menschen mit Hämophilie zu kämpfen haben. Wie häufig Blutungen auftreten, ist abhängig von der verbliebenen Faktorrestaktivität und dem klinischen Blutungsphänotyp (dem individuellen Muster, wie sich Blutungen bei einem Patienten zeigen). In der Regel treten aber Gelenkblutungen häufiger auf, je weniger aktiver Faktor VIII vorhanden ist.<sup>3,4</sup></p>",
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                "vorher": "klinischen Blutungsphänotyp ...",
                "nachher": "Blutungsphänotyp mit Erklärung ergänzt",
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                "begruendung": "Fachbegriff erklärt"
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              "alt_text": "Liniendiagramm: Jährliche Anzahl an Gelenkblutungen fällt mit steigender Faktor-VIII-Aktivität von etwa 6 auf nahezu 0.",
              "bildunterschrift": "Abhängigkeit der Blutungsrate von der Faktoraktivität",
              "textfallback_hinweis": "Textfallback unter Grafik: Die Grafik zeigt, dass die jährliche Anzahl an Gelenkblutungen mit steigender Faktor-VIII-Aktivität deutlich abnimmt."
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        {
          "h3": "Was passiert nach einer Gelenkblutung?",
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            {
              "html": "<p>Ist es einmal zu einer Gelenkblutung gekommen, wird das Gelenk anfälliger für weitere Blutungen, und mit jeder weiteren Blutung kann sich der entstandene Schaden vergrößern. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Versteifung des Gelenks kommen.</p>",
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                "vorher": "Ist es einmal zu einer Gelenkblutung gekommen ...",
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            {
              "html": "<p>Deswegen kann die Hämophilie auch als <strong>progressive (fortschreitende) Erkrankung</strong> angesehen werden. Der Schweregrad ändert sich zwar im Laufe des Lebens nicht, doch die durch die Hämophilie verursachten Schäden und Einschränkungen können sich im Laufe des Lebens akkumulieren (ansammeln) und erhebliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Dazu gehören neben den behandelbaren Schmerzen auch <strong>irreversible (nicht rückgängig zu machende) Gelenkschäden</strong> und die damit einhergehende Immobilität (eingeschränkte Beweglichkeit). Doch mit der richtigen (prophylaktischen) Therapie kann dem vorgebeugt werden.</p>",
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                "vorher": "akkumulieren, irreversible, Immobilität",
                "nachher": "Fachbegriffe mit Erklärungen ergänzt",
                "kap_ref": "Pflicht-Regel 2",
                "begruendung": "Patientengerecht erklärt"
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            {
              "html": "<p>Der Großteil der Menschen mit Hämophilie, die älter sind als 20 Jahre, haben Gelenkblutungen. Davon treten ca. 80 Prozent in den Sprung-, Knie- und Ellenbogengelenken auf.<sup>6</sup></p>",
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                "vorher": "Der Großteil der Menschen mit Hämophilie ...",
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              "alt_text": "Illustration eines Gelenks mit markierten Schäden: Knorpelschaden, Einriss der Gelenkinnenhaut, Entzündung und Einblutung.",
              "bildunterschrift": "Gelenk mit Schäden nach Blutungen"
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              "alt_text": "Kreislaufdiagramm: Wiederholte Gelenkblutungen führen über Entzündung, Knorpelschaden und Muskelschwäche zu erhöhtem Blutungsrisiko.",
              "bildunterschrift": "Kreislauf aus Gelenkblutungen, den entstandenen Schäden und der Anfälligkeit für weitere Gelenkblutungen⁵"
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              "caption": "Gelenkblutungen nach Schweregrad",
              "html": "<table><thead><tr><th scope=\"col\">Schweregrad</th><th scope=\"col\">Durchschnittliches Alter bei erster Gelenkblutung</th><th scope=\"col\">Gelenkblutungsfrei im Alter von 20 Jahren</th></tr></thead><tbody><tr><td>Leichte Hämophilie</td><td>14,2 Jahre</td><td>54 %</td></tr><tr><td>Mittelschwere Hämophilie</td><td>6,7 Jahre</td><td>20 %</td></tr><tr><td>Schwere Hämophilie</td><td>1,9 Jahre</td><td>5,6 %</td></tr></tbody></table>"
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          ]
        }
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    {
      "h2": "Wie wird leichte und mittelschwere Hämophilie A behandelt?",
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        {
          "h3": "Welche Therapieformen gibt es?",
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            {
              "html": "<p>Eine Hämophilie lässt sich <strong>gut mit Medikamenten behandeln</strong>. Die Medikamente ersetzen den fehlenden Gerinnungsfaktor und übernehmen im Körper seine Funktion. Damit es nicht zu Blutungen kommt, ist – abhängig vom Schweregrad – eine lebenslange Behandlung erforderlich. Dabei unterscheidet man zwischen einer <strong>Dauertherapie (Prophylaxe – vorbeugende Dauerbehandlung)</strong> zur Vorbeugung von Blutungen und der <strong>akuten Therapie (Bedarfsbehandlung)</strong>, bei der die Medikamente nach Bedarf (im Falle von Blutungen) angewendet werden.</p>",
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                "begruendung": "Fachbegriff erklärt"
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            {
              "html": "<p>Welche <strong>verschiedenen Therapieoptionen bei der Hämophilie A</strong> zur Verfügung stehen, erfährst Du auf der Unterseite <a href=\"/haemophilie-therapie/\"><strong>„Therapie\"</strong></a>.</p>",
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        {
          "h3": "Wie funktioniert die Bedarfsbehandlung?",
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            {
              "html": "<p>Bei der <strong>Bedarfsbehandlung</strong> wird immer dann das Medikament gespritzt, wenn Bedarf besteht – daher der Name. Kommt es also zu einer Verletzung oder steht eine Operation an, wird das Medikament verabreicht, um eine Blutung zu stoppen.</p>",
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                "vorher": "Bei der Bedarfsbehandlung ...",
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            {
              "html": "<p>Bei Hämophilie A ist jede Blutung eine zu viel. Doch während bei Menschen mit einer schweren Hämophilie die Behandlung und das Therapiemanagement gut etabliert sind, gibt es zur <strong>prophylaktischen Behandlung</strong> der leichten und mittelschweren Hämophilie nur wenig Informationen. Laut Studien erhalten nur 29 bis 69 Prozent der Menschen mit einer leichten oder mittelschweren Hämophilie eine Prophylaxe.<sup>7,8,9</sup> Findet keine prophylaktische Behandlung statt, kann es zu einer Verschlechterung der krankheitsbedingten Einschränkungen kommen. Ca. 85 Prozent der Betroffenen mit mittelschwerer Hämophilie haben im Laufe ihres Lebens Gelenkblutungen, die zu Gelenkproblemen und somit zu einer <strong>Beeinträchtigung der</strong> <a href=\"/lebensqualitaet-bei-haemophilie-a/\"><strong>Lebensqualität</strong></a> führen können.<sup>10,11,12</sup></p>",
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                "vorher": "Bei Hämophilie A ist jede Blutung eine zu viel ...",
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      "h2": "Welche Vorteile hat eine Prophylaxe?",
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          "h3": "Aus Patientensicht",
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            {
              "html": "<p>Die prophylaktische Behandlung hingegen wird unabhängig von bestimmten Ereignissen verabreicht. Stattdessen wird das Medikament <strong>regelmäßig in festgelegten Abständen</strong> gespritzt. So kann sich ein gewisser <strong>Wirkspiegel des Medikaments</strong> im Blut anreichern. Sollte es zu einer Verletzung kommen, ist bereits genügend Medikament im Blut vorhanden, so dass die Blutgerinnung reibungslos abläuft und die Blutung gestoppt wird. Dennoch muss die Schwere der Verletzung beachtet werden. Für größere Verletzungen ist eventuell noch eine ergänzende Bedarfsbehandlung notwendig.</p>",
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                "vorher": "Die prophylaktische Behandlung hingegen ...",
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            {
              "html": "<blockquote><em>Definition von Prophylaxe der WFH (World Federation of Hemophilia, Welt-Hämophilie-Organisation): Die regelmäßige Verabreichung eines Medikaments, mit dem Ziel, Blutungen zu verhindern und ein Leben mit der gleichen Lebensqualität wie bei nicht-hämophilen Menschen zu erlauben.</em></blockquote>",
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                "begruendung": "Abkürzung erklärt"
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            {
              "html": "<p>Die <strong>Prophylaxe</strong> ist demnach eine Therapiemöglichkeit, die Blutungsereignisse reduziert und dementsprechend auch das Risiko für Langzeitfolgen von Blutungen wie Gelenkschäden verringert. Das wiederum ermöglicht eine höhere Lebensqualität. Je früher mit der prophylaktischen Therapie begonnen wird, desto besser. Aber auch mit zunehmendem Alter lohnt sich der Wechsel noch. Eine Studie zeigte, dass mit dem Wechsel zu einer vorbeugenden Therapie 94 Prozent weniger Blutungen bei schwerer Hämophilie A auftraten.<sup>13</sup> Betroffene haben <strong>weniger Spontan- und Gelenkblutungen</strong> und dadurch weniger Gelenkschäden und Schmerzen. Das wiederum führt zu einer besseren Lebensqualität, höherer Aktivität und zu weniger krankheitsbedingten Arbeitsausfällen.</p>",
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                "vorher": "Die Prophylaxe ist demnach eine Therapiemöglichkeit ...",
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                "begruendung": "Original beibehalten"
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            {
              "html": "<p>Die Vorteile einer Prophylaxe gelten jedoch ebenfalls für die leichte und mittelschwere Hämophilie. Denn auch hier sollte jede Blutung vermieden werden.</p>",
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                "vorher": "Die Vorteile einer Prophylaxe ...",
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                "begruendung": "Original beibehalten"
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        {
          "h3": "Aus ärztlicher Sicht",
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            {
              "html": "<p>Natürlich sind Ärztinnen und Ärzte bestrebt, dass die Patienten die bestmögliche Therapie erhalten und so wenig Blutungen und dauerhafte Beeinträchtigungen wie möglich erfahren. Letztlich liegt es aber in der Hand der Betroffenen, ob und wie sie eine Therapie befolgen.</p>",
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                "vorher": "Natürlich sind Ärztinnen und Ärzte bestrebt ...",
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            {
              "html": "<p>Um Gelenkschäden vorzubeugen, sind laut den Querschnitts-Leitlinien der Hämotherapie der Bundesärztekammer und der World Federation of Hemophilia (WFH) minimale Faktorspiegel von drei bis fünf Prozent im Blut notwendig.<sup>14</sup> Zur Vorbeugung von Blutungen sind sogar 20 Prozent Faktorspiegel erstrebenswert.<sup>15,16</sup> Denn Gelenkschäden können über die Zeit auch ohne das Auftreten von sichtbaren Gelenkblutungen entstehen.<sup>17,18,19</sup> Und genau diese Gelenkschäden und dauerhaften Beeinträchtigungen sollten verhindert werden, um Menschen mit Hämophilie eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen.</p>",
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                "vorher": "Um Gelenkschäden vorzubeugen ...",
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                "begruendung": "Original beibehalten"
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            {
              "html": "<blockquote><em>Wie bei allen Erkrankungen richtet sich die Therapie der Hämophilie auch nach den Leitlinien. Die Bundesärztekammer (BÄK) und die WFH kontrollieren regelmäßig, ob die Leitlinien noch aktuell sind. Liegen neue Erkenntnisse aus Forschung und Praxis vor, werden die Leitlinien aktualisiert. So haben BÄK und WFH kürzlich neue Empfehlungen für die prophylaktische und die Bedarfsbehandlung veröffentlicht. Dazu gehört, dass auch bei mittelschwerer (moderater) Hämophilie eine blutungsvorbeugende Dauerbehandlung indiziert sein sollte, wenn gelegentliche bis häufige Blutungen, insbesondere Gelenkblutungen auftreten (BÄK, 2020).<sup>14</sup></em></blockquote>",
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                "vorher": "Wie bei allen Erkrankungen ...",
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                "begruendung": "Original-Zitat beibehalten"
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    {
      "h2": "Welche Herausforderungen gibt es bei der Therapie?",
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          "paragraphs": [
            {
              "html": "<p>Die <strong>Prophylaxe hat eindeutige Vorteile gegenüber der Bedarfsbehandlung</strong>. Trotzdem wendet nur ein Teil der Menschen mit mittelschwerer Hämophilie A eine prophylaktische Therapie an. Optimalerweise würde jedoch jeder Mensch mit Hämophilie eine Prophylaxe erhalten. Doch was sind die Gründe dafür?</p>",
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              "html": "<p>Ein wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass Menschen mit mittelschwerer Hämophilie und besonders mit leichter Hämophilie erst spät diagnostiziert werden. Dann kann eine prophylaktische Therapie eine <strong>große Umstellung im Erwachsenenalter</strong> bedeuten, da man nicht von klein auf an die Therapie gewöhnt ist. Auch sind die Betroffenen nicht seit dem Kindesalter damit vertraut, wie sich Blutungen äußern und welche Symptome wann auftreten. Das kann dazu führen, dass Blutungen zu spät oder gar nicht erkannt bzw. behandelt werden. Zusätzlich treten besonders bei der leichten Hämophilie nur selten Blutungen auf, weswegen die Notwendigkeit einer Prophylaxe für Betroffene möglicherweise nicht so groß erscheint wie bei einer schweren Hämophilie.</p>",
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              "html": "<p>Doch auch bei der leichten und mittelschweren Hämophilie gilt: <strong>Jede Blutung ist eine zu viel</strong>. Denn auch wenn sie nur selten auftreten, können sie über die Zeit Schäden anrichten und zu Einschränkungen führen. Deswegen sollte JEDER Mensch mit Hämophilie – unabhängig vom Schweregrad – in einem Hämophilie-Zentrum betreut werden, um die für ihn bestmögliche Versorgung zu erhalten.</p>",
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              "html": "<p>Aufgrund der momentan nicht optimalen Therapiesituation vieler Patienten mit leichter und mittelschwerer Hämophilie, ist auch die Lebensqualität der Betroffenen eingeschränkt.<sup>20</sup></p>",
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              "html": "<p>So schränkt die Hämophilie aufgrund von Schmerzen oder Einschränkungen in der Beweglichkeit Betroffene in ihrer Freizeitgestaltung ein. Doch nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche kann durch die Erkrankung belastet werden und zu Frustration führen.</p>",
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            {
              "html": "<p>So vergleicht eine Studie Patienten mit leichter und schwerer Hämophilie A unter anderem in Bezug auf die Einschätzung der eigenen Gesundheit (1 = sehr gut, 5 = sehr schlecht) und an wie vielen Tagen pro Jahr alltägliche Aufgaben aufgrund der Erkrankung nicht erledigt werden konnten. Die Ergebnisse liegen erstaunlich nah beieinander und lassen vermuten, dass die Auswirkungen der leichten Hämophilie auf den Alltag und die Gesundheit der Betroffenen oft unterschätzt werden.<sup>21</sup></p>",
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              "html": "<p>Dem allen kann jedoch mit der richtigen prophylaktischen Therapie entgegengewirkt werden. Durch das regelmäßige Verabreichen des Medikaments wird das Blutungsrisiko und somit die Auswirkungen von Blutungen reduziert. Das wiederum wirkt sich positiv auf die physische und psychische Gesundheit aus und steigert die Lebensqualität.</p>",
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              "caption": "Lebensqualität bei leichter und mittelschwerer Hämophilie A",
              "html": "<table><thead><tr><th scope=\"col\">Merkmal</th><th scope=\"col\">Leichte Hämophilie</th><th scope=\"col\">Mittelschwere Hämophilie</th></tr></thead><tbody><tr><td>Keine Schmerzen</td><td>63,4 %</td><td>33,3 %</td></tr><tr><td>Leichte Schmerzen</td><td>36,6 %</td><td>44,4 %</td></tr><tr><td>Moderate Schmerzen</td><td>0 %</td><td>20,8 %</td></tr><tr><td>Starke Schmerzen</td><td>0 %</td><td>1,4 %</td></tr><tr><td>Gelenkprobleme</td><td>19,5 %</td><td>38,9 %</td></tr><tr><td>Reduzierte körperliche Aktivität</td><td>36,6 %</td><td>44,5 %</td></tr><tr><td>Reduzierte soziale Aktivitäten</td><td>9,7 %</td><td>38,8 %</td></tr><tr><td>Verpasste Chancen aufgrund der Hämophilie</td><td>31,7 %</td><td>36,1 %</td></tr><tr><td>Frustration aufgrund der Hämophilie</td><td>19,5 %</td><td>34,7 %</td></tr></tbody></table>"
            },
            {
              "caption": "Eigene Gesundheit und problematische Tage im Vergleich",
              "html": "<table><thead><tr><th scope=\"col\">Schweregrad</th><th scope=\"col\">Leichte Hämophilie</th><th scope=\"col\">Schwere Hämophilie</th></tr></thead><tbody><tr><td>Eigene Gesundheit (1 = sehr gut, 5 = sehr schlecht)</td><td>2,1</td><td>2,6</td></tr><tr><td>Problematische Tage pro Jahr</td><td>19,6</td><td>19,1</td></tr></tbody></table>"
            }
          ]
        }
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    }
  ],
  "faq": [
    {
      "frage": "Kann eine leichte Hämophilie A unbemerkt bleiben?",
      "antwort": "Ja, bei leichter Hämophilie A bestehen im Alltag meist kaum Probleme. Oft wird sie erst bei einer Operation, Zahnbehandlung oder schweren Verletzung entdeckt, weil die Blutung länger anhält als normal.",
      "ist_neu": true
    },
    {
      "frage": "Kann ich meine Hämophilie A an meine Kinder vererben?",
      "antwort": "Ja. Frauen mit einem defekten Faktor-VIII-Gen sind Trägerinnen (Konduktorinnen) und können die Veranlagung an ihre Kinder weitergeben. Männer mit Hämophilie A vererben den Gendefekt an ihre Töchter.",
      "ist_neu": true
    },
    {
      "frage": "Brauche ich bei einer leichten Hämophilie A wirklich eine Prophylaxe?",
      "antwort": "Auch bei leichter und mittelschwerer Hämophilie A können Blutungen langfristig Gelenkschäden verursachen. Ob eine Prophylaxe sinnvoll ist, solltest Du individuell mit Deinem Hämophilie-Zentrum besprechen.",
      "ist_neu": true
    },
    {
      "frage": "Ändert sich der Schweregrad meiner Hämophilie A im Laufe des Lebens?",
      "antwort": "Nein, der Schweregrad bleibt ein Leben lang gleich. Durch wiederholte Blutungen können sich aber Gelenkschäden ansammeln und die Beweglichkeit einschränken.",
      "ist_neu": true
    },
    {
      "frage": "Wo sollte ich mich mit leichter oder mittelschwerer Hämophilie A behandeln lassen?",
      "antwort": "Unabhängig vom Schweregrad solltest Du Dich in einem spezialisierten Hämophilie-Zentrum betreuen lassen, um die bestmögliche Versorgung und Vorbeugung von Langzeitfolgen zu erhalten.",
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  ],
  "fazit": {
    "absaetze": [
      "Auch leichte und mittelschwere Hämophilie A sind ernst zu nehmende Blutgerinnungsstörungen. Zwar treten Blutungen seltener auf als bei der schweren Form, doch jede Blutung kann – vor allem im Gelenk – dauerhafte Schäden hinterlassen. Eine späte Diagnose im Erwachsenenalter erschwert zusätzlich den Umgang mit der Erkrankung.",
      "Mit der passenden Therapie – sei es als Bedarfsbehandlung oder als vorbeugende Prophylaxe – lassen sich Blutungen, Schmerzen und Langzeitfolgen deutlich reduzieren. Wichtig ist, dass Du Dich unabhängig vom Schweregrad in einem Hämophilie-Zentrum betreuen lässt und Dein Behandlungsteam regelmäßig auf neue Therapieoptionen ansprichst."
    ],
    "therapie_hinweis_enthalten": true
  },
  "cta": "Du hast eine leichte oder mittelschwere Hämophilie A und möchtest Deine Therapie überdenken oder mehr über die Prophylaxe erfahren? Sprich Dein Behandlungsteam an oder schreib uns über das Kontaktformular.",
  "weiterfuehrend": [
    {
      "text": "Wie wird Hämophilie A vererbt?",
      "url": "/vererbung-der-haemophilie-a/"
    },
    {
      "text": "Symptome der Hämophilie A im Überblick",
      "url": "/haemophilie-symptome/"
    },
    {
      "text": "Versorgung in spezialisierten Hämophilie-Zentren",
      "url": "/versorgung-von-haemophilie-patienten-durch-haemophilie-zentren/"
    }
  ],
  "quellen": [
    {
      "text": "Srivastava A et al. Haemophilia 2020; 26 (Suppl. 6):1-158",
      "url": ""
    },
    {
      "text": "Zanon E et al. J Clin Med. 2022; 11(7):1969",
      "url": ""
    },
    {
      "text": "den Uijl IEM et al. Haemophilia 2011; 17:849–853",
      "url": ""
    },
    {
      "text": "Måseide RJ et al. Haemophilia 2021; 27(5):793–801",
      "url": ""
    },
    {
      "text": "Raffini L et al. British Journal of Haematology 2007; 136:777–787",
      "url": ""
    },
    {
      "text": "Manco-Johnson MJ et al. J Thromb Haemost 2017; 15:2115–2124",
      "url": ""
    },
    {
      "text": "Querschnitts-Leitlinien Bundesärztekammer zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten, 2020",
      "url": "https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/_old-files/downloads/pdf-Ordner/MuE/Querschnitts-Leitlinien_BAEK_zur_Therapie_mit_Blutkomponenten_und_Plasmaderivaten-Gesamtnovelle_2020.pdf"
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    {
      "text": "Deutsche Hämophiliegesellschaft (DHG)",
      "url": "https://www.dhg.de/blutungskrankheiten/haemophilie.html"
    },
    {
      "text": "gesundheitsinformation.de – Hämophilie (Bluterkrankheit)",
      "url": "https://www.gesundheitsinformation.de/haemophilie-bluterkrankheit.html"
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