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Bevor ich erzähle, wie die erste Zeit ohne Katheter zu Hause für uns verlief, hier die wichtigsten Stationen aus den Wochen davor — von der Entscheidung im Ärztezimmer bis zum Moment, in dem wir den Rücken unseres Sohnes zum ersten Mal ohne Katheter sahen.

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MomentWas wir erlebt haben
Die Entscheidung im ÄrztezimmerNach dem Gespräch mit den Ärzten standen meine Frau und ich vor der Wahl: einen neuen Katheter setzen lassen oder anfangen, das Medikament selbst zu spritzen. Wir gingen zurück ins Ärztezimmer und teilten unsere Entscheidung mit — der Katheter sollte raus.
Der OP-Termin wurde angesetztDie Ärzte erklärten uns, wie der Ablauf der Operation aussehen würde, und setzten einen sehr kurzfristigen Termin an, um den kleinen Löwen zu operieren. Während wir uns auf diesen Tag vorbereiteten, kamen Angstzustände von früher hoch — und gleichzeitig die Freude, dass wir es bis hierher geschafft hatten.
Der Tag der OperationUnser Sohn war nüchtern und bekam kurz vor der Operation einen kleinen Saft zur Beruhigung. Wir begleiteten ihn bis zum OP-Zimmer und mussten dann draußen warten. Die Ärzte rieten uns, an die frische Luft zu gehen, und versprachen, uns sofort anzurufen, sobald die OP geschafft sei.
45 Minuten wie drei StundenMeine Frau und ich saßen draußen und schauten gefühlt alle zwei Minuten aufs Telefon — Netz, Lautstärke, alles geprüft. Als der Arzt anrief und sagte, dass die Operation super verlaufen sei, machten wir uns umgehend auf den Weg ins Aufwachzimmer.
Der erste Blick auf den Rücken ohne KatheterUnser Sohn schlief noch vom Narkosemittel. Für die weitere Medikation hatte er einen Zugang. Aber seinen Rücken zum ersten Mal ohne Katheter zu sehen, war für uns einfach unbeschreiblich.
Was sich für uns verändern würdeSchon bald wurde uns klar: kein Katheter mehr und dafür wieder regelmäßiger ins Schwimmbad. Wenn wir uns daran erinnerten, dass wir früher zweimal täglich spritzen mussten und es nun viel seltener sein würde, fiel eine Riesenlast von uns. Gleichzeitig kam der Gedanke, dass wir unseren Sohn jetzt selbst spritzen müssen.
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So weit zur Vorgeschichte. Wie es nach der Operation für uns weiterging — im Krankenhaus, zu Hause und beim ersten eigenen Spritzen — möchten wir hier ausführlicher erzählen.

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Nun haben wir den Broviac-Katheter unseres Sohnes herausoperieren lassen und das Medikament wird gespritzt.

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Nachdem die Operation erfolgreich verlaufen war und der kleine Mann wieder in seinem Zimmer lag, waren wir alle erleichtert.

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Wie ich bereits erwähnt hatte, wird vor einer Operation der Substitutionsplan erstellt, in welchen Abständen und Einheiten immer wieder Faktor gespritzt werden muss (wegen Nachblutungen und zur Wundheilung). Dies alles machen die Ärzte vorher und erklären Euch das dann in Ruhe.

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Dementsprechend kam die Zeit, dass der Kleine wieder nachgespritzt werden musste: durch den Zugang. Je nach erstelltem Plan wird alle zwei bis vier Stunden nach der Operation gespritzt.

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Noch war die Angst nicht so groß, da man ihn über den Zugang spritzen konnte. Doch schon bald würden wir zu Hause sein und das alles selbst machen. Der Kleine blieb drei Tage im Krankenhaus und dann durften wir nach Hause.

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Nun waren wir zu Hause angekommen. Teils mit großer Freude, aber die Angst war größer. Am ersten Tag mussten wir ihn nicht spritzen. Aber am nächsten Tag war es so weit: kein Katheter und kein Zugang.

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Ich muss dazu sagen, dass meine Frau und ich uns nebenbei öfters bei einer Ärztin getroffen haben. Dort gab es immer abends Elterntreffen mit der Ärztin, die uns beigebracht hat, zu spritzen.

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Allein wenn ich schon an den Piks denke, kriege ich Gänsehaut. Ja, ich bin ein Angsthase, was das Spritzen betrifft. Meine Frau und ich legten unseren Sohn schlafen und besprachen nochmal alles. Wir waren halt sehr aufgeregt, aber da mussten wir durch.

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Dann kam der Morgen, an dem wir unseren Sohn spritzen mussten. Wir gingen nochmal alles durch und dann war es so weit: Ich bereitete alles vor und meine Frau hat das Medikament gespritzt.

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Das Gute war anfangs, dass der Kleine alles noch prima mitgemacht hat. Natürlich mussten wir ihn zu Beginn aber auch belohnen, um ruhig piksen zu können 😊.

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Das Schöne war, dass es beim ersten Mal Spritzen gleich super funktioniert hat und wir nun langsam Routine mit dem Spritzen zu Hause bekommen.

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Wir hatten uns diesbezüglich so viele große Sorgen gemacht und waren verdammt stolz, dass es direkt funktioniert hat und es fielen auch einige Tränen der Erleichterung.

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Nun verspürten wir eine große Last weniger und wir spritzten ihn in den nächsten Wochen problemlos. Anfangs dachten wir uns: Wow, ist doch ganz easy! Aber dann sah es schon anders aus. Denn es kamen auch Tage, an denen es überhaupt nicht geklappt hat und wir letztendlich zum Kinderarzt oder ins Krankenhaus gefahren sind.

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Darüber erzähle ich Euch alles beim nächsten Mal. Ich hoffe, Euch hat der Beitrag gefallen und bei weiteren Fragen könnt Ihr mir jederzeit schreiben. Ich freue mich, wenn ich helfen kann.

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Euer Anwar

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M-DE-00010000

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