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Sie dient dazu, Blutungen zu stillen und den Blutverlust möglichst gering zu halten. Um eine Wunde wieder zu verschließen, laufen im Körper verschiedene Schritte nacheinander ab. Der Fachausdruck für Blutgerinnung ist <strong><em>Hämostase</em></strong>.</p>\n<p>Die Hämostase lässt sich in <strong>zwei Phasen</strong> einteilen: die <strong>primäre</strong> und die <strong>sekundäre Hämostase</strong>.</p>\n<h2>Primäre Hämostase </h2>\n<p>Die <strong>primäre Hämostase</strong> sorgt für eine sofortige Blutstillung nach einer Verletzung: Das geschädigte <strong>Blutgefäß verengt</strong> sich innerhalb von Sekunden (Vasokonstriktion), damit wir über die Wunde möglichst wenig Blut verlieren. Zusätzlich heften sich die Thrombozyten an die verletzte Stelle der Blutgefäßwand. Sie verkleben untereinander (Aggregation), bilden einen Pfropf (Thrombus) und sorgen so für den <strong>ersten Verschluss der Wunde</strong>. An diesem Prozess sind zum Beispiel der <strong>Von-Willebrand-Faktor</strong> und Kollagen beteiligt. Dieser Thrombus wird auch <em>„weißer Thrombus“</em> genannt, da er hauptsächlich aus den farblosen Blutplättchen besteht. Er ist jedoch noch nicht stabil genug, um die Blutung dauerhaft zu stoppen. <strong>Bis zu diesem Schritt funktioniert die Blutgerinnung auch bei Menschen mit Hämophilie</strong>.</p>\n<p>Bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) aus Blutplättchen in einem Blutgefäß, ohne dass eine Blutung vorliegt, kann es zu einer <strong>Thrombose</strong> kommen. Thrombosen können mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden.</p>\n<h2>Sekundäre Hämostase</h2>\n<p>Die sekundäre Hämostase wird auch plasmatische Gerinnung genannt. Nach der Bildung des weißen Thrombus sorgt sie für die Bildung eines stabilen Wundverschlusses. Dafür wird die <strong>Gerinnungskaskade</strong> aktiviert: Bestimmte Eiweiße aus der Leber, die sogenannten <strong>Gerinnungsfaktoren</strong>, sorgen innerhalb weniger Minuten für die weitere Reparatur der Wunde.</p>\n<p>Für die Gerinnung läuft eine <strong>komplizierte Reaktionskette</strong> ab, bei der die unterschiedlichen Gerinnungsfaktoren nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge aktiviert werden – ein Faktor aktiviert den nächsten Faktor. Am Ende der Gerinnungskaskade stehen die Faktoren I und II. Gerinnungsfaktor II ist in der aktivierten Form das sogenannte Thrombin, das den Gerinnungsfaktor I (Fibrinogen) aktiviert. Fibrinogen wird zu Fibrin aktiviert, das ein Eiweiß ist, dass sich netzartig um die Ansammlung von Thrombozyten legt und so den Thrombus stabilisiert. Am Schluss sorgt ein stabiler <em>„roter Thrombus“</em> aus Thrombozyten, Erythrozyten und Leukozyten sowie Fibrin für die Abdichtung der Wunde. Der Name <em>„roter Thrombus“ </em>kommt von den roten Blutkörperchen, die in ihm enthalten sind.</p>\n<blockquote class=\"is-layout-flow\">\n<p><strong>Die Blutstillung bei einer kleinen Wunde dauert normalerweise 1 bis 3 Minuten.</strong></p>\n</blockquote>\n<figure><img alt=\"Infografik Blutgerinnung der Haemophilie\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"fileadmin/migrated/Infografiken_ACTIVE-A-_Website_GP_230216_umgewandelt_2.svg\"/></figure>\n<h2>Bekannte Gerinnungsfaktoren</h2>\n<p>Bei Menschen mit Hämophilie A fehlt der Gerinnungsfaktor VIII oder ist zu wenig vorhanden und bei der <a href=\"/was-ist-haemophilie-b\" title=\"Was ist Hämophilie B\"><strong>Hämophilie B</strong></a><strong> </strong>der Faktor IX. Fehlt ein Faktor – egal welcher – oder ist er nicht ausreichend vorhanden, kann die Gerinnung nicht vollständig ablaufen. In diesen Fällen liegt dann eine Gerinnungsstörung vor. Es gibt auch noch weitere Blutgerinnungsstörungen, wie zum Beispiel das <a href=\"/was-verbirgt-sich-hinter-dem-von-willebrand-syndrom\" title=\"Von-Willebrand-Syndrom\"><strong>Von-Willebrand-Syndrom</strong></a>, bei dem der Von-Willebrand-Faktor nicht ausreichend vorhanden oder in seiner Funktion beeinträchtigt ist.</p>\n<a class=\"linkelement\" href=\"/blutgerinnungsstoerung-haemophilie-a\" target=\"_blank\">Mehr zum Thema „Blutgerinnungsstörung“ erfährst Du in unserem Beitrag</a>\n<p><strong>Quellen</strong>:</p>\n<ul>\n<li><a href=\"https://www.gesundheitsinformation.de/was-macht-das-blut.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">IQWiG Blut</a></li>\n<li><a href=\"https://www.gesundheitsinformation.de/glossar/blutgerinnung.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">IQWiG Blutgerinnung</a></li>\n<li><a href=\"https://flexikon.doccheck.com/de/Blutgerinnung\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">DocCheck Hämostase</a></li>\n<li><a href=\"https://www.dhg.de/blutungskrankheiten/ablauf-der-blutgerinnung.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">DHG Blutgerinnung</a></li>\n</ul>\n<p><strong>Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das <a href=\"/kontakt/\" title=\"Kontaktformular\">Kontaktformular</a>. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.</strong></p>\n<p>M-DE-00013719</p>\n<hr />\n<h2>Hämostase bei Hämophilie A – 4 Fakten zur Blutgerinnung</h2>\n<p>Der erste Teil ist die sogenannte <strong>Blutstillung</strong>, die <strong>primäre Hämostase</strong>. Als <strong>Hämostase</strong> bezeichnet man den gesamten Vorgang, der nach Verletzungen die <strong>Blutung stillt</strong>. Du willst mehr darüber erfahren? </p>\n<p><strong>Hier findest Du 4 interessante Fakten zur Hämostase bei Hämophilie A.</strong></p>\n<h2 id=\"primaere-haemostase\"><strong>Primäre Hämostase: Die erste Hilfe</strong></h2>\n<p>Die Blutstillung könnte man als <strong>„erste Hilfe“ des Körpers</strong> bezeichnen. Sie sorgt dafür, dass nicht zu viel Blut aus einer Wunde austreten kann. <strong>Die wichtigsten Ersthelfer sind die Thrombozyten, die Blutplättchen. </strong></p>\n<p>Während sich das <strong>verletzte Blutgefäß</strong> zusammenzieht – damit weniger Blut zur Wunde fließt – heften sich die Blutplättchen an die Wunde. </p>\n<p>Beim Anheften hilft ihnen ein Protein, der sogenannte <strong><a href=\"/was-verbirgt-sich-hinter-dem-von-willebrand-syndrom\">von Willebrand-Faktor.</a></strong> Aber auch dadurch, dass aktivierte Thrombozyten ihre Plättchenform verlieren und überall kleine <strong>„Ärmchen“</strong> ausbilden, können sie nicht nur besser anhaften <em>(Adhäsion)</em>, sondern verkleben regelrecht mit den Gefäßen und untereinander <em>(Aggregation).</em> </p>\n<p><strong>Der Gerinnungsfaktor VIII spielt hier noch keine Rolle:</strong> Die <strong>primäre Hämostase</strong> ist also bei Hämophilie A nicht beeinträchtigt.</p>\n<figure class=\"has-nested-images columns-default is-cropped is-layout-flex\">\n<figure><img alt=\"Infografik- Blutgerinnung bei Hämophilie A\" data-id=\"14919\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"fileadmin/migrated/Infografiken_ACTIVE-A-_Website_GP_230216_umgewandelt_17.svg\"/></figure>\n<figure><img alt=\"Infografik - Primäre Hämostase bei Hämophilie A\" data-id=\"14920\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"fileadmin/migrated/Infografiken_ACTIVE-A-_Website_GP_230216_umgewandelt_18.svg\"/></figure>\n</figure>\n<h2> </h2>\n<h2 id=\"glueckshormon-serotonin-blutstillung\"><strong>Das Glückshormon Serotonin – auch bei der Blutstillung wichtig</strong></h2>\n<p><strong>Serotonin</strong> ist vor allem im Zusammenhang mit Nerven oder als <strong>Glückshormon</strong> bekannt. Doch es spielt auch bei der <strong>primären Hämostase</strong> eine Rolle. Zusammen mit anderen Stoffen wird es von den <strong>aktivierten Thrombozyten</strong> ausgeschüttet. So werden andere Thrombozyten angelockt, die sich dann ebenfalls an <strong>verletztes Gewebe</strong> oder schon aktivierte Thrombozyten anheften. </p>\n<p>Dadurch bilden sie bereits nach einer bis vier Minuten einen Pfropf, den sogenannten <strong>weißen Thrombus</strong>, der die Wunde zunächst abdichtet. Darauf folgt nun die Blutgerinnung. </p>\n<p>Hier erkennt man dann Unterschiede zur <strong><a href=\"/ablauf-der-blutgerinnung\">Blutgerinnung bei Hämophilie A</a></strong>.</p>\n<h2 id=\"weisse-und-rote-thrombus\"><strong>Weißer Thrombus – roter Thrombus</strong></h2>\n<p><strong>Warum kommt es denn noch zu einem zweiten Teil der Hämostase, wenn die Blutung schon gestillt ist? </strong></p>\n<p>Der weiße Thrombus verschließt das Gewebe nur vorübergehend. Deshalb kann es bei Hämophilie A nach einem ersten Blutungsstopp wieder zu bluten beginnen. </p>\n<p>Denn erst im <strong>zweiten Hämostase-Schritt</strong> wird ein <strong>dauerhafter Wundverschluss</strong> erreicht – in Form des <strong>roten Thrombus</strong> – und dieser Schritt ist bei Hämophilie A Patienten gestört. </p>\n<p>Der rote Thrombus erhält seine dauerhafte Festigkeit durch ein <strong>stabilisierendes Fibrinnetz</strong>. Seine rote Farbe erhält er übrigens durch <strong>rote Blutkörperchen</strong>, die sich im Fibrinnetz verfangen.</p>\n<h2 id=\"sekundaere-haemostase\"><strong>Sekundäre Hämostase: So entsteht ein dauerhafter Wundverschluss</strong></h2>\n<p>Damit aus dem <strong>Eiweiß Fibrinogen im Blut</strong> ein Fibrinnetz werden kann, muss zuerst die <strong>Blutgerinnungskaskade</strong> ablaufen. 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Abs.: Blutgerinnung bei Hämophilie A</strong>.</a></p>\n<p><br/><strong>Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik?</strong> Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das <a href=\"/kontakt/\"><strong>Kontaktformular</strong></a>. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.</p>\n<p>M-DE-00006265</p>\n<p><br/><strong>Quellen:</strong></p>\n<p>Via Medici: Primäre Hämostase</p>\n<p>Via Medici: Sekundäre Hämostase</p>\n<p>Amboss Mediamed: Blutstillung_und_Blutgerinnung</p>",
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Der Fachausdruck für Blutgerinnung ist ***Hämostase***.\n\nDie Hämostase lässt sich in **zwei Phasen** einteilen: die **primäre** und die **sekundäre Hämostase**.\n\n## Primäre Hämostase\n\nDie **primäre Hämostase** sorgt für eine sofortige Blutstillung nach einer Verletzung: Das geschädigte **Blutgefäß verengt** sich innerhalb von Sekunden (Vasokonstriktion), damit wir über die Wunde möglichst wenig Blut verlieren. Zusätzlich heften sich die Thrombozyten an die verletzte Stelle der Blutgefäßwand. Sie verkleben untereinander (Aggregation), bilden einen Pfropf (Thrombus) und sorgen so für den **ersten Verschluss der Wunde**. An diesem Prozess sind zum Beispiel der **Von-Willebrand-Faktor** und Kollagen beteiligt. Dieser Thrombus wird auch *„weißer Thrombus“* genannt, da er hauptsächlich aus den farblosen Blutplättchen besteht. 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Um eine Wunde wieder zu verschließen, laufen im Körper verschiedene Schritte nacheinander ab. Der Fachausdruck für Blutgerinnung ist ***Hämostase***.\n\nDie Hämostase lässt sich in **zwei Phasen** einteilen: die **primäre** und die **sekundäre Hämostase**.\n\n## Primäre Hämostase\n\nDie **primäre Hämostase** sorgt für eine sofortige Blutstillung nach einer Verletzung: Das geschädigte **Blutgefäß verengt** sich innerhalb von Sekunden (Vasokonstriktion), damit wir über die Wunde möglichst wenig Blut verlieren. Zusätzlich heften sich die Thrombozyten an die verletzte Stelle der Blutgefäßwand. Sie verkleben untereinander (Aggregation), bilden einen Pfropf (Thrombus) und sorgen so für den **ersten Verschluss der Wunde**. An diesem Prozess sind zum Beispiel der **Von-Willebrand-Faktor** und Kollagen beteiligt. Dieser Thrombus wird auch *„weißer Thrombus“* genannt, da er hauptsächlich aus den farblosen Blutplättchen besteht. Er ist jedoch noch nicht stabil genug, um die Blutung dauerhaft zu stoppen. **Bis zu diesem Schritt funktioniert die Blutgerinnung auch bei Menschen mit Hämophilie**.\n\nBildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) aus Blutplättchen in einem Blutgefäß, ohne dass eine Blutung vorliegt, kann es zu einer **Thrombose** kommen. Thrombosen können mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden.\n\n## Sekundäre Hämostase\n\nDie sekundäre Hämostase wird auch plasmatische Gerinnung genannt. Nach der Bildung des weißen Thrombus sorgt sie für die Bildung eines stabilen Wundverschlusses. Dafür wird die **Gerinnungskaskade** aktiviert: Bestimmte Eiweiße aus der Leber, die sogenannten **Gerinnungsfaktoren**, sorgen innerhalb weniger Minuten für die weitere Reparatur der Wunde.\n\nFür die Gerinnung läuft eine **komplizierte Reaktionskette** ab, bei der die unterschiedlichen Gerinnungsfaktoren nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge aktiviert werden – ein Faktor aktiviert den nächsten Faktor. Am Ende der Gerinnungskaskade stehen die Faktoren I und II. Gerinnungsfaktor II ist in der aktivierten Form das sogenannte Thrombin, das den Gerinnungsfaktor I (Fibrinogen) aktiviert. Fibrinogen wird zu Fibrin aktiviert, das ein Eiweiß ist, dass sich netzartig um die Ansammlung von Thrombozyten legt und so den Thrombus stabilisiert. Am Schluss sorgt ein stabiler *„roter Thrombus“* aus Thrombozyten, Erythrozyten und Leukozyten sowie Fibrin für die Abdichtung der Wunde. Der Name *„roter Thrombus“* kommt von den roten Blutkörperchen, die in ihm enthalten sind.\n\n> **Die Blutstillung bei einer kleinen Wunde dauert normalerweise 1 bis 3 Minuten.**\n\n## Bekannte Gerinnungsfaktoren\n\nBei Menschen mit Hämophilie A fehlt der Gerinnungsfaktor VIII oder ist zu wenig vorhanden und bei der [**Hämophilie B**](/was-ist-haemophilie-b \"Was ist Hämophilie B\")der Faktor IX. Fehlt ein Faktor – egal welcher – oder ist er nicht ausreichend vorhanden, kann die Gerinnung nicht vollständig ablaufen. 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Als **Hämostase** bezeichnet man den gesamten Vorgang, der nach Verletzungen die **Blutung stillt**. Du willst mehr darüber erfahren?\n\n**Hier findest Du 4 interessante Fakten zur Hämostase bei Hämophilie A.**\n\n## **Primäre Hämostase: Die erste Hilfe**\n\nDie Blutstillung könnte man als **„erste Hilfe“ des Körpers** bezeichnen. Sie sorgt dafür, dass nicht zu viel Blut aus einer Wunde austreten kann. **Die wichtigsten Ersthelfer sind die Thrombozyten, die Blutplättchen.**\n\nWährend sich das **verletzte Blutgefäß** zusammenzieht – damit weniger Blut zur Wunde fließt – heften sich die Blutplättchen an die Wunde.\n\nBeim Anheften hilft ihnen ein Protein, der sogenannte **[von Willebrand-Faktor.](/was-verbirgt-sich-hinter-dem-von-willebrand-syndrom)** Aber auch dadurch, dass aktivierte Thrombozyten ihre Plättchenform verlieren und überall kleine **„Ärmchen“** ausbilden, können sie nicht nur besser anhaften *(Adhäsion)*, sondern verkleben regelrecht mit den Gefäßen und untereinander *(Aggregation).*\n\n**Der Gerinnungsfaktor VIII spielt hier noch keine Rolle:** Die **primäre Hämostase** ist also bei Hämophilie A nicht beeinträchtigt.\n\n## **Das Glückshormon Serotonin – auch bei der Blutstillung wichtig**\n\n**Serotonin** ist vor allem im Zusammenhang mit Nerven oder als **Glückshormon** bekannt. Doch es spielt auch bei der **primären Hämostase** eine Rolle. Zusammen mit anderen Stoffen wird es von den **aktivierten Thrombozyten** ausgeschüttet. So werden andere Thrombozyten angelockt, die sich dann ebenfalls an **verletztes Gewebe** oder schon aktivierte Thrombozyten anheften.\n\nDadurch bilden sie bereits nach einer bis vier Minuten einen Pfropf, den sogenannten **weißen Thrombus**, der die Wunde zunächst abdichtet. Darauf folgt nun die Blutgerinnung.\n\nHier erkennt man dann Unterschiede zur **[Blutgerinnung bei Hämophilie A](/ablauf-der-blutgerinnung)**.\n\n## **Weißer Thrombus – roter Thrombus**\n\n**Warum kommt es denn noch zu einem zweiten Teil der Hämostase, wenn die Blutung schon gestillt ist?**\n\nDer weiße Thrombus verschließt das Gewebe nur vorübergehend. Deshalb kann es bei Hämophilie A nach einem ersten Blutungsstopp wieder zu bluten beginnen.\n\nDenn erst im **zweiten Hämostase-Schritt** wird ein **dauerhafter Wundverschluss** erreicht – in Form des **roten Thrombus** – und dieser Schritt ist bei Hämophilie A Patienten gestört.\n\nDer rote Thrombus erhält seine dauerhafte Festigkeit durch ein **stabilisierendes Fibrinnetz**. Seine rote Farbe erhält er übrigens durch **rote Blutkörperchen**, die sich im Fibrinnetz verfangen.\n\n## **Sekundäre Hämostase: So entsteht ein dauerhafter Wundverschluss**\n\nDamit aus dem **Eiweiß Fibrinogen im Blut** ein Fibrinnetz werden kann, muss zuerst die **Blutgerinnungskaskade** ablaufen. Dabei aktivieren sich die Gerinnungsfaktoren nacheinander in festgelegter Reihenfolge.\n\nNur wenn alle **Gerinnungsfaktoren** ihren Nachfolger aktivieren, kann das Fibrinnetz gebildet werden.\n\nHier liegt also das Problem mit der [**Blutgerinnung bei Hämophilie A**](/ablauf-der-blutgerinnung): Da ein Faktor in der Reihe fehlt wird kein Fibrinnetz gebildet.\n\nDadurch kann auch der letzte Schritt nicht erfolgen: In diesem ziehen die Thrombozyten sich und damit das Fibrinnetz zusammen. So ist die Wunde – **bei ungestörter Blutgerinnung** – verschlossen und die **Wundheilung** kann beginnen.\n\n**Ausführliche Informationen** findest Du in unserem Artikel [**Was ist Hämophilie? Abs.: Blutgerinnung bei Hämophilie A**.](/ablauf-der-blutgerinnung)\n\n**Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik?** Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das [**Kontaktformular**](/kontakt/). Wir melden uns schnellstmöglich zurück.\n\nM-DE-00006265\n\n**Quellen:**\n\nVia Medici: Primäre Hämostase\n\nVia Medici: Sekundäre Hämostase\n\nAmboss Mediamed: Blutstillung\\_und\\_Blutgerinnung",
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