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Als ich das erste Mal mit meiner Tochter dort hingefahren bin, waren noch viele andere Kinder dort. Mehrere Mütter und Väter sind auch mit in den Windkanal gegangen. Da kommt natürlich die Frage auf, ob denn Papa nicht auch mal fliegen möchte. Ganz ehrlich möchte ich nicht. Einerseits weiß ich gar nicht, ob ich mich trauen würde und andererseits hätte ich auch hier Sorge mich zu verletzten. Denn schließlich kann man schon hier und dort beispielsweise mit den Ellenbogen anecken. Klar sind das dann keine wirklich schlimmen Verletzungen, aber auch <a href=\"/ablauf-der-blutgerinnung\"><strong>kleinere Blutungen</strong></a> möchte ich, wenn möglich, vermeiden. Das ist dann allerdings auch einer der Momente, in denen man „verflucht“ eine Hämophilie zu haben und in denen es für meine Kinder sicherlich auch schwierig ist.</p>\n<h2><strong>Wie trotzdem ein cooler Vater sein?</strong></h2>\n<p><strong>Es gibt natürlich auch noch andere Aktivitäten im Leben, die nicht gefährlich sind.</strong> So unternehmen wir viele spannende Dinge mit den Kindern, von denen ich Euch gerne berichten möchte. Vielleicht sind ja auch Ideen für Euch als Hämophile dabei, die Ihr dann auch mit Euren Kindern umsetzen könnt.</p>\n<p>Wir sind zum Beispiel in den Sommerferien an einen kleinen Fluss gefahren und haben dort mit selbstgebauten Netzen kleine Bachflohkrebse gefangen. Dazu muss man einfach im Fluss einen Stein umdrehen und schon huschen diese Tiere hervor. Man ist dann in den Augen des Kindes schon ein Held. Nur weil man weiß, wie man am besten solche Tiere fängt. Des Weiteren haben wir nachts nach einem Kometen oder Sternschnuppen geschaut, waren in Tierparks und Botanischen Gärten (es gibt erstaunlich viele kostenlose) oder auch viel im Wald. Was dann bei Kindern einfach super ankommt, ist Wissen. Einfach indem man zu manchen Sachen etwas erzählen kann — schon hören die Kinder zu und sind begeistert, was Papa alles weiß. Und wenn man sich mit manchen Sachen nicht auskennt, kein Problem. Es gibt tolle Bücher, um beispielsweise Baumarten zu bestimmen und wer es moderner mag: Wir haben auch Apps für uns entdeckt, mit denen man einfach ein Bild einer Pflanze macht, dieses in die App lädt und schon weiß man wie die Pflanze heißt.</p>\n<p>Neben solchen Aktivitäten in der Natur gibt es natürlich auch vieles für zu Hause. So macht auch basteln Spaß, ebenso wie zusammen Spiele spielen. Jeder, der kleine Kinder zu Hause hat, weiß, dass es auch Spiele gibt, die furchtbar langweilig sind. Aber was soll’s? Ich sehe es so, dass ich gerne Sachen mache, die meinen Kindern Spaß bereiten. Manchmal kommt dabei das Thema auf, wie schön es ist, dass Papa so viel weiß und es ja auch nicht schlimm ist, wenn ich andere Sachen nicht mitmache. Und wenn dann ein „Das ist ja total cool!“ von den Kindern kommt, freut mich das sehr.</p>\n<p>Vielleicht habe ich Euch ja auf ein paar Ideen gebracht, was Ihr machen könnt, ohne ein hohes Verletzungsrisiko einzugehen. <strong>Sollte es doch etwas sportlicher sein:</strong> <em>Frisbee werfen machen wir auch gerne J.</em></p>\n<p>Viel Spaß wünscht Euer Sven</p>\n<p><br/><strong>Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik?</strong> Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das <a href=\"/kontakt/\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\"><strong>Kontaktformular</strong></a>. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.</p>\n<p>M-DE-00006265</p>\n\n<h2 class=\"merge-source-title\">Als Vater mit Hämophilie A auch mal was riskieren</h2>\n<hr class=\"merge-separator\">\n<p>Heute möchte ich Euch über aktuelle Ereignisse in meinem <strong><a alt=\"Leben als Vater mit Hämophilie A\" href=\"/mit-haemophilie-a-ein-aktiver-vater-sein-ohne-hohes-verletzungsrisiko/\" title=\"Leben als Vater mit Hämophilie A\">Leben als Vater mit Hämophilie A</a></strong> berichten. Meine <strong>älteste Tochter</strong> ist jetzt sieben Jahre alt und langsam aber sicher fangen <strong>Freizeitaktivitäten</strong> an, deren Durchführung die Hilfe vom Papa erfordern. </p>\n<p>Das heißt, es gibt insbesondere <strong>Veranstaltungen in der Schule</strong> wo die Unterstützung von den Eltern benötigt wird. In meinem Fall bedeutet das, dass Sachen aufgebaut und abgebaut werden müssen.</p>\n<h2><strong>Verletzungsrisiko durch die Hämophilie A: Das ist nix für Dich</strong> </h2>\n<p>Meine Frau erzählte mir dann irgendwann, dass zwar gefragt wurde welche Väter dabei helfen könnten, sie aber gleich gedacht hat, dass sei nix für mich. </p>\n<p><em><strong>Was ist, wenn dabei was passiert?</strong></em> Das war die Frage, die sie dabei im Hinterkopf hatte. Und sie hat damit ja auch völlig Recht, normalerweise baue ich nichts auf oder ab und meide solche Sachen bzw. halte nicht so schwere Sachen wie Bauteile eines Zirkuszeltes. Mir ist dabei einfach die <strong>Verletzungsgefahr zu groß.</strong> Dennoch war es ein komisches Gefühl. </p>\n<p>Schließlich tue ich eigentlich alles für meine Tochter, doch dann kann ich nicht mal etwas beitragen für Ihre Zirkusvorstellung.</p>\n<h2><strong>Besserer Schutz wäre super</strong> </h2>\n<p><strong>Das sind solche Momente, wo man sich etwas darüber ärgert, Hämophiler zu sein.</strong> Man hofft, es gäbe tolle Medikamente, die einen gar nicht vor die Wahl stellen, ob man bei so etwas hilft oder nicht. Einfach, weil sie gut genug sind und einen langen Schutz bieten und die <strong><a href=\"/hamophilie-a-und-ihre-folgen-fuer-die-gelenke/\">Hämophilie-bedingten Folgen</a></strong> einer Verletzung minimieren.  <br/> </p>\n<section class=\"quoteblock quoteblock--tipp\"><h3 class=\"quoteblock__headline\">Tipp</h3>\n<blockquote class=\"is-layout-flow\">\n<p>Hilfsbereitschaft ist eine gerngesehene Eigenschaft. Kenne jedoch Deine Grenzen und begib Dich nicht selbst in die Gefahr einer Verletzung.</p>\n</blockquote>\n</section>\n<h2><strong>Probieren wir es mal</strong> </h2>\n<p>Jetzt war der <strong>Karneval</strong> dran und meine Tochter wollte auch hier mitmachen. Für einen <strong>Auftritt</strong> musste eine <strong>Karnevalsbühne</strong> aufgebaut werden. </p>\n<p>Dieses Mal wollte ich nicht wieder nein sagen. Ich dachte mir <em>„Man muss auch mal was riskieren, wenn man seine Kinder unterstützen möchte.“</em> Also ging es los mit der Schlepperei: Ich musste große schwere Platten für die <strong>Bühne</strong> tragen und die einzelnen <strong>Bauteile zusammensetzen</strong>. Was tut man nicht alles für seine Kinder – <em>auch als <strong>Vater mit Hämophilie A.</strong></em></p>\n<h2><strong>Alles gut gegangen</strong> </h2>\n<p>Letztendlich hat es dann etwas über eine Stunde gedauert, es war auch anstrengend, aber es ist alles gut gegangen. 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Zum Glück sind meine Töchter zumindest bisher keine Fußballspielerinnen und somit ist das Bolzen eher eine Randerscheinung im Familienleben.\n\n**Aber meine größere Tochter liebt zum Beispiel Skydiving.** Wenn Ihr nicht wisst, was das ist: Dabei fliegt man in einem Windkanal circa 10 Meter hoch. Als ich das erste Mal mit meiner Tochter dort hingefahren bin, waren noch viele andere Kinder dort. Mehrere Mütter und Väter sind auch mit in den Windkanal gegangen. Da kommt natürlich die Frage auf, ob denn Papa nicht auch mal fliegen möchte. Ganz ehrlich möchte ich nicht. Einerseits weiß ich gar nicht, ob ich mich trauen würde und andererseits hätte ich auch hier Sorge mich zu verletzten. Denn schließlich kann man schon hier und dort beispielsweise mit den Ellenbogen anecken. Klar sind das dann keine wirklich schlimmen Verletzungen, aber auch [**kleinere Blutungen**](/ablauf-der-blutgerinnung) möchte ich, wenn möglich, vermeiden. Das ist dann allerdings auch einer der Momente, in denen man „verflucht“ eine Hämophilie zu haben und in denen es für meine Kinder sicherlich auch schwierig ist.\n\n## **Wie trotzdem ein cooler Vater sein?**\n\n**Es gibt natürlich auch noch andere Aktivitäten im Leben, die nicht gefährlich sind.** So unternehmen wir viele spannende Dinge mit den Kindern, von denen ich Euch gerne berichten möchte. Vielleicht sind ja auch Ideen für Euch als Hämophile dabei, die Ihr dann auch mit Euren Kindern umsetzen könnt.\n\nWir sind zum Beispiel in den Sommerferien an einen kleinen Fluss gefahren und haben dort mit selbstgebauten Netzen kleine Bachflohkrebse gefangen. Dazu muss man einfach im Fluss einen Stein umdrehen und schon huschen diese Tiere hervor. Man ist dann in den Augen des Kindes schon ein Held. Nur weil man weiß, wie man am besten solche Tiere fängt. Des Weiteren haben wir nachts nach einem Kometen oder Sternschnuppen geschaut, waren in Tierparks und Botanischen Gärten (es gibt erstaunlich viele kostenlose) oder auch viel im Wald. Was dann bei Kindern einfach super ankommt, ist Wissen. Einfach indem man zu manchen Sachen etwas erzählen kann — schon hören die Kinder zu und sind begeistert, was Papa alles weiß. Und wenn man sich mit manchen Sachen nicht auskennt, kein Problem. Es gibt tolle Bücher, um beispielsweise Baumarten zu bestimmen und wer es moderner mag: Wir haben auch Apps für uns entdeckt, mit denen man einfach ein Bild einer Pflanze macht, dieses in die App lädt und schon weiß man wie die Pflanze heißt.\n\nNeben solchen Aktivitäten in der Natur gibt es natürlich auch vieles für zu Hause. So macht auch basteln Spaß, ebenso wie zusammen Spiele spielen. Jeder, der kleine Kinder zu Hause hat, weiß, dass es auch Spiele gibt, die furchtbar langweilig sind. Aber was soll’s? Ich sehe es so, dass ich gerne Sachen mache, die meinen Kindern Spaß bereiten. Manchmal kommt dabei das Thema auf, wie schön es ist, dass Papa so viel weiß und es ja auch nicht schlimm ist, wenn ich andere Sachen nicht mitmache. Und wenn dann ein „Das ist ja total cool!“ von den Kindern kommt, freut mich das sehr.\n\nVielleicht habe ich Euch ja auf ein paar Ideen gebracht, was Ihr machen könnt, ohne ein hohes Verletzungsrisiko einzugehen. **Sollte es doch etwas sportlicher sein:** *Frisbee werfen machen wir auch gerne J.*\n\nViel Spaß wünscht Euer Sven\n\n**Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik?** Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das [**Kontaktformular**](/kontakt/). Wir melden uns schnellstmöglich zurück.\n\nM-DE-00006265\n\n## Als Vater mit Hämophilie A auch mal was riskieren\n\n---\n\nHeute möchte ich Euch über aktuelle Ereignisse in meinem **[Leben als Vater mit Hämophilie A](/mit-haemophilie-a-ein-aktiver-vater-sein-ohne-hohes-verletzungsrisiko/ \"Leben als Vater mit Hämophilie A\")** berichten. Meine **älteste Tochter** ist jetzt sieben Jahre alt und langsam aber sicher fangen **Freizeitaktivitäten** an, deren Durchführung die Hilfe vom Papa erfordern.\n\nDas heißt, es gibt insbesondere **Veranstaltungen in der Schule** wo die Unterstützung von den Eltern benötigt wird. In meinem Fall bedeutet das, dass Sachen aufgebaut und abgebaut werden müssen.\n\n## **Verletzungsrisiko durch die Hämophilie A: Das ist nix für Dich**\n\nMeine Frau erzählte mir dann irgendwann, dass zwar gefragt wurde welche Väter dabei helfen könnten, sie aber gleich gedacht hat, dass sei nix für mich.\n\n***Was ist, wenn dabei was passiert?*** Das war die Frage, die sie dabei im Hinterkopf hatte. Und sie hat damit ja auch völlig Recht, normalerweise baue ich nichts auf oder ab und meide solche Sachen bzw. halte nicht so schwere Sachen wie Bauteile eines Zirkuszeltes. Mir ist dabei einfach die **Verletzungsgefahr zu groß.** Dennoch war es ein komisches Gefühl.\n\nSchließlich tue ich eigentlich alles für meine Tochter, doch dann kann ich nicht mal etwas beitragen für Ihre Zirkusvorstellung.\n\n## **Besserer Schutz wäre super**\n\n**Das sind solche Momente, wo man sich etwas darüber ärgert, Hämophiler zu sein.** Man hofft, es gäbe tolle Medikamente, die einen gar nicht vor die Wahl stellen, ob man bei so etwas hilft oder nicht. Einfach, weil sie gut genug sind und einen langen Schutz bieten und die **[Hämophilie-bedingten Folgen](/hamophilie-a-und-ihre-folgen-fuer-die-gelenke/)** einer Verletzung minimieren.\n\n### Tipp\n\n> Hilfsbereitschaft ist eine gerngesehene Eigenschaft. Kenne jedoch Deine Grenzen und begib Dich nicht selbst in die Gefahr einer Verletzung.\n\n## **Probieren wir es mal**\n\nJetzt war der **Karneval** dran und meine Tochter wollte auch hier mitmachen. Für einen **Auftritt** musste eine **Karnevalsbühne** aufgebaut werden.\n\nDieses Mal wollte ich nicht wieder nein sagen. Ich dachte mir *„Man muss auch mal was riskieren, wenn man seine Kinder unterstützen möchte.“* Also ging es los mit der Schlepperei: Ich musste große schwere Platten für die **Bühne** tragen und die einzelnen **Bauteile zusammensetzen**. Was tut man nicht alles für seine Kinder – *auch als **Vater mit Hämophilie A.***\n\n## **Alles gut gegangen**\n\nLetztendlich hat es dann etwas über eine Stunde gedauert, es war auch anstrengend, aber es ist alles gut gegangen. Insbesondere, weil ich aber auch sehr drauf geachtet habe, mich nicht zu verletzten.\n\nAlso **immer intensiv** bei der Sache zu sein und halt drauf zu achten, wie ich etwas anpacke. Ich glaube, das ist auch das Wichtigste. Passieren kann immer was. Doch wenn man bei solchen **Arbeiten** darauf achtet, sich nicht zu verletzten, dann kann es auch gut klappen und man kann auf sich stolz sein. *Schließlich kennt man seinen Körper ja recht gut und kann deshalb einschätzen was möglich ist – und was eben nicht.*\n\nIch drücke Euch die Daumen, dass Ihr solche Arbeiten oder\nvielleicht Umzüge, bei denen man viel tragen muss, unverletzt übersteht.\n\nViel Erfolg dabei,\n\nSven\n\n**Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik?** Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das **[Kontaktformular](/kontakt/)**. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.\n\nM-DE-00006265",
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