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Natürlich gab es dort auch gleich <strong>kleine Situationen, bei denen wir und auch die Erzieherinnen und Erzieher etwas Angst hatten</strong>, zum Beispiel wenn er zu ungestüm rannte oder zu mutig klettern wollte. Dann mussten wir uns etwas zusammenreißen und ruhig bleiben, aber ihm manchmal auch sagen, dass er vorsichtiger sein muss. </p>\n<p>Allerdings dadurch, dass wir einige Tage vor Ort waren, haben wir <strong>ausführlich mit den Erzieherinnen und Erziehern sprechen</strong> und <strong>gemeinsam den Umgang mit dieser neuen Situation trainieren</strong> können. Auch unserem Sohn haben wir erklärt, was er beachten soll, dass er lieb sein soll und immer auf die Erzieherinnen und Erzieher hören muss.  </p>\n<p>Außerdem hatte der Kindergarten einen <strong>Notfallausweis </strong>mit der <strong>Nummer des behandelnden Arztes</strong>, der <strong>Blutgruppe </strong>unseres Sohnes sowie mit der <strong>Anzahl der Einheiten von dem Medikament</strong>, das er prophylaktisch immer bekommt. Und so bekamen wir relativ schnell ein sicheres Gefühl. Nach einigen Tagen brachten wir ihn zwar noch in den Kindergarten, blieben aber immer weniger da, bis wir uns direkt verabschiedeten und nach Hause gingen. </p>\n<h2><strong>Und dann kam er auch allein im Kindergarten klar</strong> </h2>\n<p>Natürlich war es trotz ausführlicher Unterhaltung mit dem Kindergarten anfangs ein sehr schweres Gefühl, den Kleinen abzugeben. Mit den Gedanken war man immer bei dem Kind: Geht es ihm gut? Was macht er wohl gerade? Ist mein Handyakku voll und habe ich Netz, falls Sie mich erreichen wollen? Solche Fragen gingen durch den Kopf und viele mehr. Anfangs war es sehr ungewohnt, jedoch gehört auch diese Etappe zum Leben. </p>\n<p>Nach einer gewissen Zeit <strong>gewöhnt Ihr Euch daran und Euer Kind auch</strong> und es wird alles leichter. Ihr wisst, das Kind ist in guten Händen und hat dort sehr viel Spaß, während Ihr Euch um Euren Alltag kümmern könnt. </p>\n<p>Manchmal blicken wir heute zurück und erinnern uns daran, wie das damals alles war, wie die Umstände waren und welche Ängste wir hatten. Und dann schauen wir unseren heute achtjährigen Sohn an und sind froh darüber, wie gut alles ist. </p>\n<p>Ihr werdet immer wieder in Situationen geraten, wo Ihr etwas verzweifelt seid oder Ihr Euch fragt, wie Ihr damit umgehen sollt, dann müsst Ihr nur daran denken: Das Wichtigste ist, immer, an das Wohl des Kindes zu denken und als Familie immer füreinander da zu sein. So kriegt Ihr alles hin! 🙂 </p>\n<p>Ich hoffe, ich konnte Euch das alles gut erklären und der Beitrag hat euch gefallen. Wie immer: Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, zögert nicht, mich zu kontaktieren. Ich werde so gut es geht für Euch da sein und Euch bei Euren Fragen zu Seite stehen. </p>\n<p>Im <a href=\"/kindergarten-kind-schwere-haemophilie-a/\" title=\"Kindergarten mit schwerer Hämophilie\">nächsten Beitrag</a> geht es um einen Anruf vom Kindergarten! <br/>Mehr dazu bald. </p>\n<p><a href=\"/author/anwar/\" title=\"Anwar\">Euer Anwar</a> </p>\n<p><strong>Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das <a href=\"/kontakt/\" title=\"Kontaktformular\">Kontaktformular</a>. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.</strong></p>\n<p>M-DE-00015261</p>\n\n<h2 class=\"merge-source-title\">Der Beginn der Kindergartenzeit für ein Kind mit schwerer Hämophilie A</h2>\n<hr class=\"merge-separator\">\n<p>Am Rande möchte ich dabei erwähnen, dass mein Sohn im Kindergarten noch den <a href=\"/umgang-mit-einem-broviac-katheter/\" title=\"Umgang mit einem Broviac Katheter\">Broviac-Katheter</a> hatte, der dann aber einige Monate später <a href=\"/leben-ohne-broviac-katheter-bei-haemophilie/\" title=\"Leben ohne Broviac Katheter\">entfernt worden ist</a>.</p>\n<h2>Die Anmeldung im Kindergarten und die Einladung zum Treffen</h2>\n<p>Nachdem meine Frau und ich unseren Sohn im <strong>Kindergarten angemeldet </strong>haben, wurden wir einige Zeit später in den Kindergarten eingeladen, um die Leiterin des Kindergartens und die für unseren Sohn zuständigen Erzieherinnen und Erzieher kennenzulernen.</p>\n<p>Abgesehen davon, dass die meisten Eltern schon Probleme haben, überhaupt einen freien Platz in einem Kindergarten zu bekommen, mussten wir zusätzlich noch bedenken, dass der <strong>Kindergarten in der Nähe</strong> sein und eine <strong>Integrationsgruppe </strong>haben sollte. 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Das waren anfangs die <strong>drängendsten Unklarheiten für die Verantwortlichen</strong>, denn Sie haben die Sorgfaltspflicht, was bei einem Kind mit einer schweren Hämophilie A eine nicht alltägliche Herausforderung ist.</p>\n<section class=\"quoteblock quoteblock--info\"><h3 class=\"quoteblock__headline\">Info</h3>\n<blockquote class=\"is-layout-flow\">\n<p>Solltet Ihr mit eurem Kind in einem Krankenhaus zur Behandlung sein und irgendwas im Kindergarten ist passiert (ich hoffe, dass das nie der Fall sein wird) und die Erzieherinnen und Erzieher haben einen Krankenwagen gerufen, so sollten Sie dem Rettungsdienst immer mitteilen, <strong>dass das Kind in das Krankenhaus gefahren werden soll, in dem Ihr auch in Behandlung seid</strong>.<br/><br/>Denn so ist es für das Behandlungs-Team einfacher, da Sie euer Kind bereits kennen. 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Denn in dem Fall muss mehrmals Faktor VIII gespritzt werden und eine Ärztin oder ein Arzt muss entscheiden, wie viele Gaben nötig sind und in welchen Abständen.</p>\n<h2>Natürlich lässt man für den Notfall auch eine Tasche mit den notwendigen Medikamenten im Kindergarten.</h2>\n<p>Nachdem wir Ihnen die Krankheit genau erklärt hatten, verstanden Sie diese auch immer besser und wir konnten sie beruhigen: „Schon bald werdet ihr selbst gut vertraut mit der Krankheit umgehen können.“ Das Allerwichtigste war, die Erzieherinnen und Erzieher <strong>ausführlich aufzuklären</strong>, ohne ihnen dabei Angst zu machen, denn Sie sollen sich mit der Situation ja sicher fühlen. Selbstverständlich werden sie anfangs automatisch das Kind in Watte packen – bis sie die Hämophilie und das Kind besser kennenlernen und einschätzen können.</p>\n<p>Übrigens sollten alle Mitarbeitenden der Einrichtung mit der Krankheit eures Kindes vertraut sein, um im Falle des Falles handeln zu können.</p>\n<p>Ich hoffe, wir konnten Euch ein wenig die Angst nehmen und der Beitrag war hilfreich für Euch. Bei weiteren Fragen oder Anregungen könnt Ihr Euch jederzeit melden.</p>\n<p>Im nächsten Beitrag erzähl ich Euch dann von der Eingewöhnung unseres Sohnes.</p>\n<p>Bis Bald – Yakinda Görüsürüz</p>\n<p><strong>Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das <a href=\"/kontakt/\">Kontaktformular</a>. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.</strong></p>\n<p>M-DE-00015260</p>",
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Natürlich gab es dort auch gleich **kleine Situationen, bei denen wir und auch die Erzieherinnen und Erzieher etwas Angst hatten**, zum Beispiel wenn er zu ungestüm rannte oder zu mutig klettern wollte. Dann mussten wir uns etwas zusammenreißen und ruhig bleiben, aber ihm manchmal auch sagen, dass er vorsichtiger sein muss.\n\nAllerdings dadurch, dass wir einige Tage vor Ort waren, haben wir **ausführlich mit den Erzieherinnen und Erziehern sprechen** und **gemeinsam den Umgang mit dieser neuen Situation trainieren** können. Auch unserem Sohn haben wir erklärt, was er beachten soll, dass er lieb sein soll und immer auf die Erzieherinnen und Erzieher hören muss.\n\nAußerdem hatte der Kindergarten einen **Notfallausweis** mit der **Nummer des behandelnden Arztes**, der **Blutgruppe** unseres Sohnes sowie mit der **Anzahl der Einheiten von dem Medikament**, das er prophylaktisch immer bekommt. Und so bekamen wir relativ schnell ein sicheres Gefühl. Nach einigen Tagen brachten wir ihn zwar noch in den Kindergarten, blieben aber immer weniger da, bis wir uns direkt verabschiedeten und nach Hause gingen.\n\n## **Und dann kam er auch allein im Kindergarten klar**\n\nNatürlich war es trotz ausführlicher Unterhaltung mit dem Kindergarten anfangs ein sehr schweres Gefühl, den Kleinen abzugeben. Mit den Gedanken war man immer bei dem Kind: Geht es ihm gut? Was macht er wohl gerade? Ist mein Handyakku voll und habe ich Netz, falls Sie mich erreichen wollen? Solche Fragen gingen durch den Kopf und viele mehr. Anfangs war es sehr ungewohnt, jedoch gehört auch diese Etappe zum Leben.\n\nNach einer gewissen Zeit **gewöhnt Ihr Euch daran und Euer Kind auch** und es wird alles leichter. Ihr wisst, das Kind ist in guten Händen und hat dort sehr viel Spaß, während Ihr Euch um Euren Alltag kümmern könnt.\n\nManchmal blicken wir heute zurück und erinnern uns daran, wie das damals alles war, wie die Umstände waren und welche Ängste wir hatten. Und dann schauen wir unseren heute achtjährigen Sohn an und sind froh darüber, wie gut alles ist.\n\nIhr werdet immer wieder in Situationen geraten, wo Ihr etwas verzweifelt seid oder Ihr Euch fragt, wie Ihr damit umgehen sollt, dann müsst Ihr nur daran denken: Das Wichtigste ist, immer, an das Wohl des Kindes zu denken und als Familie immer füreinander da zu sein. So kriegt Ihr alles hin! 🙂\n\nIch hoffe, ich konnte Euch das alles gut erklären und der Beitrag hat euch gefallen. Wie immer: Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, zögert nicht, mich zu kontaktieren. Ich werde so gut es geht für Euch da sein und Euch bei Euren Fragen zu Seite stehen.\n\nIm [nächsten Beitrag](/kindergarten-kind-schwere-haemophilie-a/ \"Kindergarten mit schwerer Hämophilie\") geht es um einen Anruf vom Kindergarten!   \nMehr dazu bald.\n\n[Euer Anwar](/author/anwar/ \"Anwar\")\n\n**Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das [Kontaktformular](/kontakt/ \"Kontaktformular\"). Wir melden uns schnellstmöglich zurück.**\n\nM-DE-00015261\n\n## Der Beginn der Kindergartenzeit für ein Kind mit schwerer Hämophilie A\n\n---\n\nAm Rande möchte ich dabei erwähnen, dass mein Sohn im Kindergarten noch den [Broviac-Katheter](/umgang-mit-einem-broviac-katheter/ \"Umgang mit einem Broviac Katheter\") hatte, der dann aber einige Monate später [entfernt worden ist](/leben-ohne-broviac-katheter-bei-haemophilie/ \"Leben ohne Broviac Katheter\").\n\n## Die Anmeldung im Kindergarten und die Einladung zum Treffen\n\nNachdem meine Frau und ich unseren Sohn im **Kindergarten angemeldet** haben, wurden wir einige Zeit später in den Kindergarten eingeladen, um die Leiterin des Kindergartens und die für unseren Sohn zuständigen Erzieherinnen und Erzieher kennenzulernen.\n\nAbgesehen davon, dass die meisten Eltern schon Probleme haben, überhaupt einen freien Platz in einem Kindergarten zu bekommen, mussten wir zusätzlich noch bedenken, dass der **Kindergarten in der Nähe** sein und eine **Integrationsgruppe** haben sollte. Der Vorteil einer Integrationsgruppe ist: Es kommen mehr Erzieherinnen/Erzieher auf weniger Kinder und es gehört eine Heilpraktikerin bzw. ein Heilpraktiker dazu.\n\nEs gab **viele Fragen zur [schweren Hämophilie A](/was-ist-haemophilie/ \"Was ist Hämophilie\")** unseres Sohnes, denn natürlich kannten sie diese Krankheit nicht: [**Wieso bekommt man sowas?**](/wie-wird-haemophilie-diagnostiziert/ \"Wie wird Hämophilie diagnostiziert\") Ist das heilbar? Ihr Sohn sieht doch ganz normal aus. Ist das [**erblich**](/vererbung-der-haemophilie-a/ \"Vererbung der Hämophilie\")? Darf er klettern?\n\n## Von den Erziehrinnen und Erziehern gab es jede Menge Fragen zur Hämophilie A\n\nSolche Fragen und noch viele weitere mehr sind auf uns zu gekommen: Wie gehe ich mit bestimmten Situationen um? Reicht es zu kühlen? Soll ich lieber die Eltern anrufen? Oder doch den Rettungswagen? Das waren anfangs die **drängendsten Unklarheiten für die Verantwortlichen**, denn Sie haben die Sorgfaltspflicht, was bei einem Kind mit einer schweren Hämophilie A eine nicht alltägliche Herausforderung ist.\n\n### Info\n\n> Solltet Ihr mit eurem Kind in einem Krankenhaus zur Behandlung sein und irgendwas im Kindergarten ist passiert (ich hoffe, dass das nie der Fall sein wird) und die Erzieherinnen und Erzieher haben einen Krankenwagen gerufen, so sollten Sie dem Rettungsdienst immer mitteilen, **dass das Kind in das Krankenhaus gefahren werden soll, in dem Ihr auch in Behandlung seid**.  \n>   \n> Denn so ist es für das Behandlungs-Team einfacher, da Sie euer Kind bereits kennen. So haben wir es immer gehandhabt.\n\nGeduldig erklärten wir den Erzieherinnen und Erziehern: Bei blauen Flecken muss sofort gekühlt werden. Im Notfall muss immer **zuerst ein Rettungswagen informiert** werden und danach erst die Eltern. Wir erklärten auch, dass wir als Eltern nichtsdestotrotz **bei blauen Flecken immer informiert werden wollen**, da wir das Hämatom besser einschätzen können und genau wissen, ob es notwendig ist, Faktor VIII zu spritzen oder ob es sich um ein größeres Hämatom handelt. Denn in dem Fall muss mehrmals Faktor VIII gespritzt werden und eine Ärztin oder ein Arzt muss entscheiden, wie viele Gaben nötig sind und in welchen Abständen.\n\n## Natürlich lässt man für den Notfall auch eine Tasche mit den notwendigen Medikamenten im Kindergarten.\n\nNachdem wir Ihnen die Krankheit genau erklärt hatten, verstanden Sie diese auch immer besser und wir konnten sie beruhigen: „Schon bald werdet ihr selbst gut vertraut mit der Krankheit umgehen können.“ Das Allerwichtigste war, die Erzieherinnen und Erzieher **ausführlich aufzuklären**, ohne ihnen dabei Angst zu machen, denn Sie sollen sich mit der Situation ja sicher fühlen. Selbstverständlich werden sie anfangs automatisch das Kind in Watte packen – bis sie die Hämophilie und das Kind besser kennenlernen und einschätzen können.\n\nÜbrigens sollten alle Mitarbeitenden der Einrichtung mit der Krankheit eures Kindes vertraut sein, um im Falle des Falles handeln zu können.\n\nIch hoffe, wir konnten Euch ein wenig die Angst nehmen und der Beitrag war hilfreich für Euch. Bei weiteren Fragen oder Anregungen könnt Ihr Euch jederzeit melden.\n\nIm nächsten Beitrag erzähl ich Euch dann von der Eingewöhnung unseres Sohnes.\n\nBis Bald – Yakinda Görüsürüz\n\n**Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das [Kontaktformular](/kontakt/). Wir melden uns schnellstmöglich zurück.**\n\nM-DE-00015260",
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