Erstellt: 2026 | 
Zuletzt aktualisiert: 09/2026
 | Medizinisch geprüft: Autor

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Neue H1 — Version 1
Was ist Fibrinolyse und was bedeutet sie für Menschen mit Hämophilie A?
Neue H1 — Version 2
Was ist Fibrinolyse und welche Rolle spielt sie bei Hämophilie A?

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Fibrinolyse ist der körpereigene Prozess, der ein Blutgerinnsel wieder auflöst, sobald eine Wunde verheilt ist. Sie räumt das Fibringerüst weg, damit Blutgefäße frei bleiben und der Blutkreislauf vor Gefäßverschlüssen geschützt ist. Für Menschen mit 
Hämophilie A
 ist dieser Vorgang zweischneidig, weil das Gerinnsel bei ihnen ohnehin langsamer entsteht und schneller wieder abgebaut wird.
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> **Korrektur:** Überschrift laut Reviewer-Vorgabe in 'Was bedeutet Fibrinolyse?' geändert.

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Auf dieser Seite
Was bedeutet Fibrinolyse?
Welche Aufgabe hat die Fibrinolyse im Gefässsystem?
Warum erhöht die Fibrinolyse das Nachblutungsrisiko bei Hämophilie A?
Wie helfen Antifibrinolytika bei Hämophilie A?

> **Korrektur:** Zweiten Fibrin-Tooltip entfernt; Wort 'Fibrin' als reinen Text belassen.

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Was bedeutet Fibrinolyse?

> **Rev. AGe · 26-07-15 15:14:** Ändere in: Was bedeutet Fibrinolyse

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Nach einer Blutung baut der Körper zunächst ein Netz aus 
Fibrin
 auf. Fibrin ist ein faserartiges Eiweiß, das die Blutplättchen zu einem dichten Pfropf verbindet und die Wunde verschließt. Sobald das Gewebe verheilt ist, wird dieses Fibrinnetz Schritt für Schritt wieder abgebaut. Genau diesen kontrollierten Abbau des Gerinnsels bezeichnet die Medizin als 
Fibrinolyse
.
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> **Rev. AGe · 26-07-15 15:14:** Lösche den zweiten Tooltip bei Fibrin.

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Gut zu wissen:
 Der Begriff 
Fibrinolyse
 setzt sich zusammen aus Fibrin, dem faserartigen Eiweiß eines Blutgerinnsels, und dem griechischen Wort „lysis“ für Auflösung. Wörtlich übersetzt bedeutet Fibrinolyse also nichts anderes als Fibrin-Auflösung.

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Welche Aufgabe hat die Fibrinolyse im Gefässsystem?

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Die Blutgerinnung läuft in drei aufeinanderfolgenden Phasen ab: Zuerst verengen sich die verletzten Gefäße, dann bildet sich das Fibrin-Gerinnsel, und zuletzt wird dieses Gerinnsel wieder aufgelöst. Ohne diese Auflösung würden Blutgefäße nach jeder kleinen Verletzung dauerhaft verstopfen. Die 
Fibrinolyse
 wirkt deshalb wie eine Müllabfuhr des Gefäßsystems: Sie hält den Blutkreislauf offen, sobald ein Gerinnsel seinen Zweck erfüllt hat, und beugt so Gefäßverschlüssen und 
Thrombosen
 vor.
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Warum erhöht die Fibrinolyse das Nachblutungsrisiko bei Hämophilie A?

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Bei 
Hämophilie A
 ist der Gerinnungsfaktor Faktor VIII (ein Eiweiß, das die Blutgerinnung steuert) vermindert oder fehlt weitgehend. Dadurch bildet sich das Fibrin-Gerinnsel langsamer und wird weniger stabil. Ein solches Gerinnsel wird von der 
Fibrinolyse
 verstärkt und vorzeitig wieder abgebaut. Für Menschen mit Hämophilie A bedeutet das eine zusätzlich erhöhte Blutungsneigung, weil das schützende Gerinnsel zu schnell wieder aufgelöst wird und Nachblutungen begünstigt.
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Wie helfen Antifibrinolytika bei Hämophilie A?

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Antifibrinolytika
 sind eine Arzneimittelklasse, die den Abbau des Fibrin-Gerinnsels bremst. Sie hemmen die Umwandlung von Plasminogen zu Plasmin, dem 
Enzym
, das 
Fibrin
 auflöst, und halten das frisch gebildete Gerinnsel dadurch länger stabil. In der 
Hämophilie A
-Therapie werden sie als ergänzende Behandlung eingesetzt und unterstützen so die eigentliche 
Faktor VIII
-Behandlung. Wichtig: 
Antifibrinolytika
 sind keine Faktor VIII-Präparate und ersetzen den fehlenden Gerinnungsfaktor nicht, sondern stabilisieren lediglich das bereits entstandene Gerinnsel. Zur Vorbeugung erfolgt die Anwendung meist als Tablette; rund um Operationen kann das Behandlungsteam die Klasse auch direkt in die Vene verabreichen.
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Fazit

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Fibrinolyse
 ist der körpereigene Abbau eines Fibrin-Gerinnsels und sorgt dafür, dass Blutgefäße nach der Wundheilung wieder frei werden.
Zusammen mit der Blutgerinnung hält die 
Fibrinolyse
 ein empfindliches 
Gleichgewicht
 aufrecht und beugt Gefäßverschlüssen und 
Thrombosen
 vor.
Bei 
Hämophilie A
 wird das ohnehin instabile Gerinnsel besonders schnell aufgelöst, was die Blutungsneigung zusätzlich verstärkt.
Antifibrinolytika
 bremsen diesen Abbau und werden ergänzend zur 
Faktor VIII
-Behandlung eingesetzt, um Blutungen wirksamer zu stoppen.
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Quellen

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Barthels M, Wermes C, Voerkel W. Hämophilie. Hamburg: Deutsche Hämophiliegesellschaft zur Bekämpfung von Blutungskrankheiten e.V.; 2015.
Deutsche Hämophiliegesellschaft. Ablauf der Blutgerinnung [Internet]. Hamburg: DHG.. [zuletzt abgerufen: 26.06.2026]. Verfügbar unter: 
https://www.dhg.de/blutungskrankheiten/ablauf-der-blutgerinnung.html
Srivastava A, Santagostino E, Dougall A, Kitchen S, Sutherland M, Pipe SW, et al. WFH guidelines for the management of hemophilia, 3rd edition. Haemophilia. 2020. doi:10.1111/hae.14046
Lison S, Spannagl M. Perioperatives Management bei Patienten mit Hämophilie. Anaesthesist. 2014;63:6–15. doi:10.1007/s00101-013-2256-9

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Inhaltlich geprüft: M-DE-XXXXXXXX

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Mehr zum Thema
Bedeutung der Prophylaxe bei Hämophilie A
Fibrin und Fibrinogen – Hämophilie Lexikon

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## Korrektur-Zusammenfassung
H2 in 'Was bedeutet Fibrinolyse?' geändert und das zweite Fibrin-Tooltip im Fließtext entfernt.